Teil eines Werkes 
1./2. Th. (1844)
Entstehung
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Um Gotteswillen, Tante, ſprechen wir nicht mehr davon.

Ja, laſſen wir den Procurator in Ruhe. War die Reiſe glücklich? Wie gefallen Euch meine armen Pferde und mein alter Wagen? Vor zwanzig Jahren war meine Equipage freilich ele⸗ ganter; jetzt iſt Alles veraltet bei mir.

Das Herz abgerechnet, liebe Tante, das immer noch jung iſt wie ſonſt.

Du haſt Recht; mein Haar iſt ergraut, aber, wie Benſerade ſehr gut ſagte, mein Herz hat der Winterſchnee nicht erreicht.

Und Ihre Katzen, Tante? Nach der Frau von La Sabliöre hatten Sie die ſchönſten Katzen im ganzen Lande.

Bei dem Eſſen werden ſie in Regimentern angerückt kommen.

Auch Heinrich nahm das Wort; er ſprach von den Zerſtreuungen des Alters, von dem Zauber der Erinnerung, von den Tröſtungen der Natur und von der chriſtlichen Liebe, und ſo gelang es ihm, die alte Tante völlig für ſich zu gewinnen.

Das Abendeſſen war ſehr angenehm, die Frau von Montreuil bemerkte nur mit Leidweſen, daß ihre Nichte kaum, und daß ſie ſich vergebens Mühe gab, wenn nicht heiter zu erſcheinen, ſo doch wenigſtens zu lächeln.

Warum das nachdenkliche träumeriſche Weſen, mein Kind? fragte ſie.Ich finde Dich viel hübſcher, wenn Du etwas lebhafter wirſt. Und Sie, Herr Neffe, was beſorgen Sie? Ich ſehe, daß ich hier überflüſſig und läſtig bin; die Liebe liebt die Stille, die Ein⸗ ſamkeit, wie mein Oheim, der Ritter von Tumisres ſagte, die Liebe iſt gern unter vier Augen. Meine armen Augen freilich ſoll⸗

ten eigentlich nicht mit zählen; ich müßte die Brille aufſetzen, wenn ich etwas ſehen wollte.

Glauben Sie uns, liebe Tante, entgegnete Marie, in⸗ dem ſie ihr die Hand reichte,glauben Sie uns, daß wir glück⸗ lich und ſtolz darauf ſind, Sie zum Zeugen unſeres Glückes zu

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