Teil eines Werkes 
1./2. Th. (1844)
Entstehung
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Ich verſtehe Sie nicht, mein Herr, ſagte die Marquiſe mit eiſigem Tone.

Nun, ſo will ich mich näher erklären, ſchöne Schwägerin. Ich bin der Wunderthäter, mir gehört Ihr Dank. Der Himmel iſt reich genug, er braucht die Armen nicht erſt zu beſtehlen.

Sie haben Recht, mein Herr; wenn ich wirklich Ihnen die Rücktehr meines Gatten ſchuldig bin, ſo danke ich Ihnen gern zunächſt, dann aber auch dem Himmel, der Ihnen dieſen guten Gedanken eingegeben hat.

Gut, antwortete der Abbé, aber wie der Himmel mir einen guten Gedanken gegeben, ſo kann er mir auch einen ſchlechten zuſchicken, wenn der gute mir nicht das einbringt, was ich hoffe.

Was wollen Sie damit ſagen, mein Herr?

Daß in unſerer Familie immer nur ein Wille geherrſcht hat, und das war der meinige. Meine beiden Brüder drehen ſich nach der Laune meines Willens, wie die Wetterfahne nach dem Winde, und derjenige, welcher Wärme gebracht hat, kann auch Kälte bringen.

Ich warte noch immer auf eine Erklärung, mein Herr.

Nun, ſchöne Schwägerin, weil Sie mich nicht verſtehen wollen, ſo will ich mich deutlich machen. Mein Bruder hatte ſich aus Eiferſucht von Ihnen entfernt, ich mußte Ihnen eine Idee von meiner Macht über ihn geben und wie weit ſeine Gleichgül⸗ tigkeit gehen kann. Später zeigte ich ihm, daß er Sie mit Unrecht in Verdacht hätte, und flößte ihm Liebe wieder ein. Verſtehen Sie mich jetzt? Ich darf ihm nur ſagen, daß ich mich getäuſcht habe, ſeinen ſchwankenden Verdacht auf irgend einen Mann lenken, und ich entferne ihn von Ihnen, wie ich ihn zurückgeführt habe. Ich brauche Ihnen keinen Beweis meiner Behauptung zu geben, Sie wiſſen wohl, daß ich die Wahrheit ſage.

Und welchen Zweck hatten Sie bei dieſer Komödie?

Ihnen zu beweiſen, gnädige Frau, daß ich Sie nach Will⸗