Teil eines Werkes 
1./2. Th. (1844)
Entstehung
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daß er nichts zu hoffen habe. Es entſtand ein augenblickliches Schweigen, das endlich der Abbé mit den Worten unterbrach:

Gnädige Frau, entſchuldigen Sie, daß ich dieſes Mittel gebraucht habe, um mit Ihnen allein zu ſprechen; doch da Sie, ungeachtet meiner Eigenſchaft als Schwager, nicht geneigt ſchienen, mir dieſe Gunſt zu gewähren, wenn ich Sie darum gebeten hätte, ſo hielt ich es für beſſer, Ihnen die Möglichkeit zu nehmen, mir ſie zu verweigern.

Wenn Sie gezögert haben, mich um eine ſo geringfügige Sache zu bitten, antwortete die Marquiſe, und ſolche Vorkehrungen nothwendig hielten, um mich zu zwingen, Sie anzuhören, ſo wußten Sie wohl ſchon im Voraus, daß ich die Worte, die Sie mir ſagen wollen, nicht anhören konnte. Ueberlegen Sie alſo gefälligſt, ehe Sie dieſes Geſpräch beginnen, denn ich ſage Ihnen voraus, daß ich es ſogleich unterbrechen werde, ſobald es ſich von den Grenzen des Anſtands entfernt.

Erlauben Sie mir, gnädige Frau, ſagte der Abbé, Ihnen zu verſichern, daß, was ich Ihnen auch zu ſagen haben werde, Sie mich bis zu Ende hören müſſen; übrigens iſt das ſo einfach, daß Sie Sich nicht zu beunruhigen brauchen. Ich wollte Sie nur fragen, gnädige Frau, ob Sie die Veränderung bemerkt haben, die in dem Betragen Ihres Gatten vorgegangen iſt.

Ja, mein Herr, antwortete die Marquiſe, und es iſt kein einziger Tag vergangen, wo ich nicht dem Himmel für dieſes Glück gedankt habe.

Damit haben Sie Unrecht gehabt, gnädige Frau, antwortete der Abbé mit einem Lächeln, das nur ihm zu gehören ſchien, der Himmel hat gar keinen Theil daran. Danken Sie ihm, daß er

Sie zur ſchönſten und reizendſten Frau gemacht hat, und der Himmel wird genug Dankgebete erhalten, ohne mir nehmen zu dürfen, was mir gebührt.