Teil eines Werkes 
1./2. Th. (1844)
Entstehung
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Zeit geweſen waren, und die Marquiſe, die nie aufgehört hatte, ihn zu lieben und ſeine Entfremdung mit Ergebung getragen hatte, nahm freudig dieſe Wiederkehr auf; und drei Monate verſtrichen, wie die arme Frau ſie ſeit langer Zeit nicht verlebt hatte.

Mit jener Leichtigkeit der Jugend, die nichts weiter verlangt, als glücklich zu ſein, hatte ſie die günſtige Wendung ihres Geſchicks aufgenommen, ohne zu forſchen, welcher gute Genius ihr das Verlorene wieder zurückgeführt hätte, als ſie von einer Nachbarin die Einladung erhielt, einige Tage auf ihrem Schloſſe zuzubringen. Ihr Gatte und ihre beiden Schwäger waren mit ihr eingeladen und begleiteten ſie. Sie ſollten einer großen Jagd beiwohnen.

Der Abbé, deſſen lebhafter Geiſt ihn in den Geſellſchaften ſehr beliebt gemacht hatte, erklärte ſich für dieſen Tag zum Be⸗ gleiter der Marquiſe, und ſeine Schwägerin gewährte ihm mit ihrer gewohnten Güte gern ſein Verlangen. Alle Jäger wählten nach dieſem Beiſpiel eine Dame, der ſie während dieſes Tages ihre, Aufmerkſamkeit widmeten, und ſobald dieſe Wahl getroffen war, machte ſich die ganze Geſellſchaft auf den Weg.

Es geſchah hier, wie es immer zu gehen pflegt: die Hunde jagten auf ihre Rechnung, und zwei oder drei Liebhaber folgten ihnen, die Uebrigen kamen von der Jagd ab.

Der Abbé hatte die Marquiſe keinen Augenblick verlaſſen und es ſo geſchickt eingerichtet, daß er ſich mit ihr allein befand. Eine ſolche Gelegenheit hatte er ſchon ſeit vier Wochen eben ſo ſorgſam geſucht, als die Marquiſe ſie vermied. Auch jetzt, als ſie zu be⸗ merken glaubte, der Abbé entferne ſie mit Abſicht von der Jagd, wollte ſie ihr Pferd in Trapp ſetzen und in der entgegengeſetzten Richtung ſich entfernen; aber der Abbé hielt ſie auf. Die Mar⸗ quiſe konnte und wollte nicht mit ihm ſtreiten und ſie fügte ſich, zu erwarten, was ihr Schwager ihr zu ſagen haben würde, indem ſie ihrem Geſicht jenen Ausdruck des Stolzes gab, den die Frauen ſo gut anzunehmen wiſſen, wenn ſie einem Manne zeigen wollen,