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Doch die beiden Unbekannten, von denen die Eine einen viel höheren Rang als die Andere einzunehmen ſchien, hielten ſich nicht, wie man hätte glauben können, an der Thüre auf, welche der Tafel entſprach, die ihnen zum Führer gedient, ſondern ſtiegen noch eine Treppe höher.
Oben angelangt, nden ſie einen ſeltſam gekleideten Zwerg, der, als er die beiden Frauen heraufkommen ſah, ihnen ein Stäb⸗ chen entgegen ſtreckte, als wollte er ſie verhindern, weiter zu gehen, und ſie fragte, was ſie wollten.
— Den Geiſt befragen, antwortete die Dame mit der ſanften zitternden Stimme.
— Tretet ein und wartet, antwortete der Zwerg, indem er einen Teppich aufhob und ſie in ein Vorzimmer eintreten ließ.
Die beiden Frauen folgten den erhaltenen Weiſungen und war⸗ teten faſt eine halbe Stunde, ohne irgend etwas zu ſehen oder zu hören; endlich öffnete ſich eine Tapetenthüre, und eine Stimme
rief;„Tretet ein,“ und die beiden Frauen wurden in ein zweites, 3
ſchwarzbehangenes Zimmer geführt, das nur von einer, von der Decke herabhängenden Lampe mit drei Flammen erleuchtet wurde. Die Thür ſchloß ſich hinter ihnen, und die Rathſuchenden befanden
ſich der Sybille gegenüber.
Das war eine Frau von 25 bis 26 Jahren, welche, den Be⸗ mühungen anderer Frauen entgegengeſetzt, ſichtbar ſich ein höheres Alter zu geben ſuchte; ſie war ſchwarz gekleidet, ihre Haare hin⸗ gen in Flechten herab, Hals, Arme und Füße waren nackt, der Gürtel, der ihre Taille umſchloß, war mit einem großen Granat⸗ ſtein beſetzt, der in düſterem Feuer leuchtete; in der Hand hielt ſie ein Stäbchen und ſie ſaß auf einer Art Erhöhung, welche einen antiken Dreifuß darſtellte, aus dem ein ſcharfer, durchdrin⸗ gender Geruch aufſtieg; übrigens war ſie ziemlich ſchön, obgleich ihre Züge einen gemeinen Ausdruck hatten, mit Ausnahme jedoch ihrer Augen, die wahrſcheinlich durch irgend einen Tvilettenkunſt⸗


