David Kopperfield.
Wahrſcheinlichkeit nicht zu verſchließen, daß dies wirk⸗ lich der Fall ſein wird; und dann muß er in dem Lande vertreten ſein, welches ihm das Leben, aber keine Be⸗ ſchäftigung gab.“
„Meine Liebe,“ bemerkte Mr. Micawber,„ich kann unmöglich ungerührt bleiben bei Deiner Liebe. Ich bin ſtets willens, vor Deinem ſcharfen Verſtande mich zu beugen. Was ſein wird— das wird ſein. Verhüte der Himmel, daß ich dem Lande meiner Heimat irgend einen Theil des Reichthums mißgönnen ſollte, der mög⸗ licher Weiſe von unſern Nachkommen aufgehäuft werden wird.“
„Das iſt recht,“ ſagte meine Tante, indem ſie Mr. Peggotty zunickte,„ich trinke Euch Allen meinen Ab⸗ ſchiedsgruß zu und wünſche, daß jedweder Segen und Erfolg Euch begleiten möge.“
Mr. Peggotty ſetzte die beiden Kinder, die er, eines auf jedem Knie, gewartet hatte, nieder, um mit Mr. und Mrs. Micawber uns allen in Erwiederung zuzu⸗ trinken, und als er und die Micawbers als Kamera⸗ den ſich herzlich die Hand ſchüttelten und ſein braunes Geſicht von einem Lächeln erglänzte, empfand ich, daß er ſich durchhelfen, einen guten Namen gewinnen und ge⸗ liebt werden würde, möchte er hingehen, wohin er wollte.
Selbſt die Kinder wurden angewieſen, jedes einen hölzernen Löffel in Mr. Micawbers Topf zu tippen und mit ſeinem Inhalte unſer Wohl zu trinken. Als dies geſchehen war, ſtanden meine Tante und Agnes auf und ſchieden von den Auswanderern. Es war ein trauriger Abſchied. Sie weinten Alle; die Kinder hingen bis den letzten Augenblick an Agnes, und wir verließen die arme Mrs. Micawber in einer ſehr betrübten Stimmung, ſeuf⸗ zend und weinend bei einem düſter brennenden Lichte,


