152 David Kopperfield.
Ehre gelangt, ſo bekenne ich, daß ich den Wunſch hege, dieſer Reichthum möge in die Truhen Britannias fließen.“
„Meine Theure,“ antwortete Mr. Micawber,„Bri⸗ tannia muß ſich in ihr Schickſal fügen. Ich muß ge⸗ ſtehen, daß ſie niemals viel für mich gethan hat, und daß ich hinſichtlich des Gegenſtandes eben keinen beſon⸗ dern Wunſch hege.“
„Micawber,“ entgegnete Mrs. Micawber,„da haſt Dus, Du biſt im Unrechte. Du gehſt in dieſe ferne Gegend hinaus, Micawber, um die Verbindung zwi⸗ ſchen Dir und Albion zu kräftigen, nicht, um ſie zu ſchwächen.“
„Die in Rede ſtehende Verbindung, meine Liebe,“ wandte Mr. Micawber wieder ein,„hat mir, ich muß es wiederholen, keine ſo gewichtige Verpflichtung auf⸗ erlegt, daß ich durchaus Luſt hätte, eine zweite Ver⸗ bindung einzugehen.“
„Micawber,“ erwiederte Mrs. Micawber,„da haſt „Du's wieder. Schon wieder muß ich ſagen, daß Du im Unrechte biſt. Du weißt nicht, wie viel Du ver⸗ magſt, Micawber. Das iſt es, welches ſelbſt bei dieſem Schritte, den Du im Begriffe biſt, zu thun, die Ver⸗ bindung zwiſchen Dir und Albion ſtärker machen wird.“
Mr. Micawber ſaß mit hinaufgezogenen Augen⸗ brauen in ſeinem Lehnſtuhle, indem er die Anſichten der Mrs. Micawber, als ſie vorgebracht wurden, halb annahm, halb abwies, aber ſehr deutlich empfand, wel⸗ cher Blick in die Zukunft darin lag.
„Mein lieber Herr Kopperfield,“ ſagte Mrs. Mi⸗ cawber,„ich wollte, Micawber wäre ſich ſeiner Lage bewußt. Es ſcheint mir von der höchſten Wichtigkeit, daß Micawber von der Stunde an, wo er ſich ein⸗ ſchifft, ſich ſeiner Lage bewußt ſein ſollte. Ihre lang⸗


