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ich ſelbſt Kummer genug, daß man es auf Rechnung derſelben ſetzen konnte. „Und wann ſegelt das Schiff ab?“ fragte meine Tante. Mr. Micawber hielt es für nothwendig, entweder meine Tante oder ſeine Frau allmählig darauf vorzu⸗ bereiten, und ſagte: eher als er geſtern erwartet hätte. „Das Boot brachte Ihnen vermuthlich Nachricht?“ fragte meine Tante. „Ja, Madame,“ erwiederte er. „So?“ verſetzte meine Tante.„Und es ſegelt—“ „Madame,“ entgegnete er.„Man hat mir mitge⸗
theilt, daß wir unbedingt vor morgen früh ſieben Uhr
an Bord ſein müſſen.“
„Heidi,“ ſagte meine Tante,„das iſt zeitig. Das iſt'ne Sache, die Leuten, welche zur See gehen, oft paſſirt, nicht wahr, Herr Peggotty?“
„Ja, das iſt ſo, Madam. ˙s wird mit der Fluth den Fluß'nuntergehn. Wenn Musje Davchen und meine Schweſter zu Graveſend an Bord kommen thä⸗ ten, morgen Nachmittag, da koͤnnten ſie uns zum letz⸗ ten Mal ſehen.“
„Und das werden wir ſicherlich thun,“ ſagte ich.
„Bis dahin und bis wir auf der See ſind,“ be⸗ merkte Mr. Micawber mit einem Blicke des Einver⸗ ſtändniſſes auf mich,„werden ich und Herr Peggotty fortwährend zuſammen eine Doppelwache vor unſerer Habe und unſern beweglichen Gütern bilden. Emma, meine Liebe,“ ſagte Mr. Micawber, indem er ſich in ſeiner großartigen Weiſe die Kehle reinigte,„mein Freund, Herr Thomas Traddles, iſt ſo verbindlich, mir die Bitte ins Ohr zu flüſtern, es möge ihm das Privilegium einge⸗ räumt werden, die Ingredienzen zu beſtellen, welche noth⸗ wendig ſind zur Compoſition einer mäßigen Portion
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