Teil eines Werkes 
9. Theil (1850)
Entstehung
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144 David Kopperfield.

So fanden Traddles und ich ſie bei Anbruch der Nacht auf den hölzernen Stufen verſammelt, welche zu dieſer Zeit als die Hungerforder Treppe bekannt waren, wo ſie die Abfahrt eines Bootes mit einem Theile ihrer Habe an Bord beobachteten. Ich hatte Traddles von dem ſchrecklichen Ereigniſſe erzählt, und es hatte ihn ſehr entſetzt; aber bei ihm konnte kein Zweifel ſein, daß er in ſeiner Güte es als Geheimniß bewahren werde, und er war gekommen, mir bei dieſem letzten Dienſte Hülfe zu leiſten. Es war hier, wo ich Mr. Micawber auf die Seite nahm und ſein Verſprechen empfing.

Die Familie Micawber wohnte in einem kleinen, ſchmutzigen, baufälligen Gaſthauſe, welches ſich zu jener Zéeit hart neben der Treppe befand, und deſſen vor⸗ ſpringende hölzerne Zimmer über dem Fluſſe hingen. Da die Familienglieder als Auswanderer in und um Hungerford einiges Intereſſe auf ſich lenkten, ſo zogen ſie ſo viele Zuſchauer herbei, daß wir froh waren, in ihrem Zimmer Zuflucht ſuchen zu koͤnnen. Es war eine der hölzernen Kammern oben, unter welchen die Fluth ſtrömte. Meine Tante und Angnes befanden ſich dort und arbeiteten geſchäftig an einigen kleinen Extra⸗Be⸗ quemlichkeiten im Punkte der Kleidung für die Kin⸗ der. Peggotty half ihnen ſtill, und vor ihr lagen das alte unſcheinbare Arbeitskäſtchen, das Ellenmaß und das Endchen Wachs, die jetzt ſo viele Dinge überlebt hatten.

Es fiel mir nicht leicht, ihre Fragen zu beantworten, und noch weniger leicht, Mr. Peggotty, als Mr. Mi⸗ cawber ihn herbeibrachte, zuzuflüſtern, daß ich den Brief abgegeben habe und Alles gut ſtehe. Aber ich that Beides und machte ſie glücklich. Wenn ich irgend eine Spur von dem, was ich fühlte, merken ließ, ſo hatte