Teil eines Werkes 
9. Theil (1850)
Entstehung
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David Kopperfield. 37

einige Strahlen ſeines alten Friedens ſchienen mein Herz zu berühren.

Ich wandelte etwa auf eine Stunde in die Umge⸗ gend hinaus und kehrte dann in die Hauptſtraße zu⸗ rück, welche in der Zwiſchenzeit den Schlaf der letzten Nacht abgeſchüttelt hatte. Unter den Leuten, die ſich in den Läden zu thun machten, ſah ich meinen alten Feind, den Fleiſcher, der jetzt zum Beſitze von Ueberſchlagſtie⸗ feln und einem kleinen Kinde aufgerückt war und ein eignes Geſchäft hatte. Er wartete das kleine Kind und ſchien ein wohlwollendes Glied der Geſellſchaft zu ſein.

Wir Alle wurden von Unruhe und Ungeduld ge⸗ plagt, als wir uns zum Frühſtück niederſetzten. Als die Zeit mehr und mehr auf halb zehn Uhr losrückte, ſteigerte ſich die Unruhe, mit der wir Mr. Micawber erwarteten. Zuletzt ließen wir es ganz, uns zu ſtellen, als ob wir an dem Eſſen uns betheiligten, welches, mit Ausnahme Mr. Dicks, von vornherein eine bloße Form geweſen war, ſondern meine Tante ſchritt im Zim⸗ mer auf und ab, Traddles ſaß auf dem Sopha und that, als ob er die Zeitung läſe, wobei ſeine Augen jedoch an der Decke hafteten, und ich ſah aus dem Fen⸗ ſter, um zu rechter Zeit Mr. Micawbers Ankunft zu berichten. Ich hatte auch nicht lange Wache zu halten, da er mit dem erſten Glockenſchlage von halb zehn in der Straße erſchien.

Hier iſt er, rief ich,und zwar nicht im An⸗ zuge eines Mannes des Geſetzes.

Meine Tante band ſich die Bänder ihres Hutes(ſie war nämlich mit demſelben zum Frühſtück herunterge⸗ kommen) feſt und that ihren Shawl um, als ob ſie zu jeglicher entſchloſſenen und unerbittlichen That bereit ſei. Traddles knöpfte ſich den Rock mit einer entſchie⸗