David Kopperfield. 29
f nicht eintreten könnte, wandte er ſich ab. Als ich ſeiner Geſtalt nachblickte, wie ſie im Mondenſcheine über die kahle Fläche ging, ſah ich ihn das Geſicht nach einem Streifchen ſilbernen Lichtes auf der See kehren und im⸗ mer darauf hinblickend weiter ſchreiten, bis er nur noch ein ferner Schatten war.
Die Thür des Boothauſes ſtand offen, als ich mich näherte, und als ich hineintrat, fand ich es aller ſeiner Geräthſchaften entleert, ausgenommen eine der alten Kiſten, auf welcher Mrs. Gummidge mit einem Korbe auf ihren Knieen ſaß und Mr. Peggotty anblickte. Er ſtemmte ſeinen Ellbogen auf den rauhen Kaminſims und ſchaute auf ein paar erlöſchende Kohlen auf dem Roſte, erhob aber ſein Haupt hoffnungsvoll, als ich herein⸗ kam, und ſprach in heiterer Weiſe.
„Sind gekommen, wie Sie verſprochen haben, Musje Davchen, und um ihm Lebewohl zu ſagen, he?“ ſagte er, das Licht in die Höhe haltend.„Leer genug jetzt, nicht wahr?“
„In der That, Sie haben Ihre Zeit gut benutzt,“ ſagte ich.
„Ei nun, wir ſind wirklich nicht faul geweſen. Frau Gummidge hat gebüffelt wie ein— ich weiß wahrhaf⸗ tig nicht, wie was Frau Gummidge nicht gebüffelt hätte,“ ſagte Mr. Peggotty, ſie anſehend, indem er um ein hinreichend lobendes Gleichniß in Verlegen⸗ heit war.
Mrs. Gummidge lehnte ſich auf ihren Korb und machte keine Bemerkung.
„Das iſt dieſelbige Kiſte, auf der Sie vor Alters mit Emilchen ſitzen thaten,“ ſagte Mr. Peggotty flü⸗ ſternd.„Ich werde ſie zuletzt von Allem mit mich fort⸗ nehmen. Und hier iſt Ihre alte Schlafkammer, ſehen


