David Kopperfield. 25
Allen wohler zu Muthe, daß ich da war. Wir ſpra⸗ chen in einer Weiſe, die ſich der Heiterkeit näherte, da⸗ von, wie Mr. Peggotty in einem neuen Lande reich werden, und von all den Wunderdingen, die er uns in ſeinen Briefen beſchreiben werde. Wir erwähnten Emilien nicht namentlich, aber bezogen uns mehr als ein Mal entfernt auf ſie. Ham war der Heiterſte von der Geſellſchaft.
Aber Peggotty erzählte mir, als ſie mir nach einer kleinen Kammer leuchtete, wo das Krokodilbuch für mich bereit auf dem Tiſche lag, daß er ſtets derſelbe ſei. Sie glaubte(wie ſie mir weinend ſagte), daß ſein Herz ge⸗ brochen, obſchon er ſo voll Muth als voll Zärtlichkeit ſei und fleißiger und beſſer arbeite, als irgend ein Schiff⸗ bauer in irgend einem Bauhofe dieſes Landestheils. Es gäbe Zeiten des Abends, ſagte ſie, wo er von ihrem alten Leben in dem Boothauſe ſpräche, und damn er⸗ wähnte er Emilien als ein Kind. Aber nie erwähnte er ſie als ein erwachſenes Weib.
Mir war's, als hätte ich in ſeinem Geſichte gele⸗ ſen, daß er gern mit mir allein ſprechen möchte. Ich entſchloß mich daher, mich ihm den nächſten Abend in den Weg zu ſtellen, wenn er von ſeiner Arbeit heim⸗ käme. Nachdem ich darüber mit mir einig war, fiel ich in Schlaf. Jene Nacht war, zum erſten Male ſeit vie— len Nächten, das Licht aus dem Fenſter genommen, Mr. Peggotty ſchaukelte ſich in ſeiner alten Hängematte in dem alten Boote, und der Wind murmelte mit dem alten Getöſe um ſein Haupt.
Den ganzen folgenden Tag war er beſchäftigt, über ſein Fiſcherboot und Geräth zu verfügen, zuſammenzu⸗ packen und zu Wagen nach London zu ſenden, was von ſeinen kleinen Wirthſchaftsgegenſtänden ihm brauchbar zu


