Teil eines Werkes 
9. Theil (1850)
Entstehung
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22 David Kopperfield.

ter war gerade ſo wie ſie aber ihre Herzen ſind ſanft und gut.'s iſt blos Schein bei Minnie gegen Martha. Warum ſie's für nothwendig hält, anders zu ſcheinen, als ſie iſt, will ich Ihnen nicht ſagen. Aber's iſt Alles blos Schein, ſapperlot. Sie würde ihr im Stillen alles mögliche Gute thun. So rechnen Sie denn auf mich in Allem, was Sie für Recht erachten, nicht wahr, Sie wollen ſo gut ſein? Und laſſen Sie mich's wiſſen, wo ſich was thun läßt. Sapperlot! ſagte Mr. Omer,wenn Eines auf die Zeit des Le⸗ bens losrückt, wo die beiden Enden des Lebens zuſam⸗ menlaufen; wenn man ſieht, daß man, ſo flott man ſonſt auch auf dem Damme iſt, zum zweiten Male in einer Sorte von Laufwagen herumgerädelt wird, da ſollte man ſich über die Maßen freuen, was Gutes zu ſtiften, wenn man kann. Man braucht'ne Menge Ge⸗ fälligkeiten. Und ich ſpreche nicht von mir beſonders, ſagte Mr. Omer,weil ich die Sache ſo anſehe, Herr Kopperfield, daß es mit uns Allen bergab geht, in welchem Alter wir auch ſtehen mögen, weil die Zeit ja nie, auch nur einen einzigen Augenblick, ſtille ſteht. So laſſen Sie uns allezeit Gutes ſtiften und uns über die Maßen drüber freuen. Natürlicher Weiſe!

Er klopfte die Aſche aus ſeiner Pfeife und legte ſie auf ein Bretchen an der Lehne ſeines Stuhls, welches ausdrücklich für ihre Aufnahme dort ange⸗ bracht war.

Da iſt Emilien ihr Vetter, er, an den ſtie ver⸗ heirathet werden ſollte, verſetzte Mr. Omer, indem er ſeine Hände leiſe an einander rieb,ein ſo ſchmucker Burſche als irgend einer in Yarmouth. Er kommt dann und wann zu mir am Abend und unterhält ſich ein Stündchen mit mir oder lieſt mir was vor. Das