David Kopperfield. 17
nenkunſt, ein Stück Papier ein und beobachtete mich, während ich es durchſah. Es war ganz richtig.
„Danke, Herr,“ ſagte er, indem er es zurücknahm. „Dieſes Geld werde ich, wenn Sie nichts dagegen ha⸗ ben, Musje Davchen, kurz ehe ich gehe, in ein Cou⸗ vert packen, das an ihn gerichtet iſt, und dieſes in ein anderes an ſeine Mutter adreſſirtes ſtecken. Ich werde ihr in nicht mehr Worten, als ich zu Ihnen ſprechen thue, erzählen, wofür es der Preis iſt, und daß ich fort bin, und daß es zu ſpäte iſt, es wieder zurückzunehmen.“
Ich ſagte ihm, daß ich glaubte, es werde recht ſein, dies zu thun— daß ich davon vollkommen überzeugt ſei, da er es für recht hielte.
„Ich ſagte, es wäre da blos noch ein Ding,“ fuhr er mit einem ernſten Lächeln fort, nachdem er das kleine Packet wieder zuſammengelegt und in die Taſche geſteckt hatte,„aber's waren ihrer zweie. Ich war, als ich dieſen Morgen ausging, nicht gewiß in meinem Kopfe, ob ich hingehen und es Ham eröffnen könnte, was ſich, Gott ſei gedankt! ereignet hat. So ſchrieb ich'nen Brief, als ich aus war, und gab ihn auf die Poſt, worin ich ihm erzählte, wie Alles gekommen wäre, und daß ich morgen hinkommen wollte, um mich der Kleinigkeiten, die ich dort zu beſorgen hätte, zu entle⸗ digen und ſehr wahrſcheinlich auf immer Abſchied zu nehmen von Yarmouth.“
„Und wünſchen Sie, daß ich mit Ihnen gehe?“ ſagte ich, ſehend, daß er etwas ungeſagt gelaſſen hatte.
„Wenn Sie mir dieſe große Gefälligkeit erweiſen könnten, Musje Davchen,“ erwiederte er,„ſo weiß ich, daß Ihr Anblick ſie ein Biſſel aufheitern würde.“
Da meine kleine Dora in ſehr guter Stimmung war und ſehr wünſchte, daß ich ginge— was ich fand,
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