Teil eines Werkes 
9. Theil (1850)
Entstehung
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1 David Kopperfield. ausſprechen und das ich nicht denken kann, da hielt Martha ihr Verſprechen und rettete ſie.

Ich konnte einen Freudenſchrei nicht unterdrücken.

Muszje Davchen! ſagte er, indem er meine Hand mit jener ſeiner ſtarken Hand erfaßte,Sie waren's, der ſie gegen mich zur Erſt erwähnte. Ich danke Ih⸗ nen. Sie hielt ihr Wort. Sie hatte in ihrem trau⸗ rigen Leben erfahren, wo ſie Achtung zu geben und was ſie zu thun hätte. Sie hatte es gethan. Und der Herr war mit ihr in Allem. Sie kam wie ein weißer Geiſt und haſtig zu Emilien, als ſie im Schlafe lag. Sie ſagte zu ihr: Steh auf, fliehe vor Schlimmerem als der Tod und komm mit mir! Die Leute, die zu dem Hauſe gehör⸗ ten, hätten ſie gern aufgehalten, aber ebenſowohl hät⸗ ten ſie die See aufhalten können. Tretet weg von mir, ſagte ſie, ich bin ein Geiſt, der ſie von ihrem offenen Grabe wegruft! Sie erzählte Emilchen, daß ſie mich geſe⸗ hen hätte und wüßte, daß ich ſie noch lieben thäte und ihr vergeben hätte. Sie zog ihr haſtig ihre Kleider an. Sie nahm ſte, matt und zitternd, in ihren Arm. Sie küm⸗ merte ſich um Das, was ſie ſagten, nicht mehr, als ob ſie keine Ohren hätte. Sie ging mit meinem Kinde durch ſie hindurch und hatte nur ihrer Acht und brachte ſte in der Todtenſtille der Nacht glücklich heraus aus dieſer ſchwarzen Grube des Verderbens.

Sie wartete meine Emilchen ab, ſagte Mr. Peg⸗ gotty, welcher meine Hand losgelaſſen und ſeine eigne Hand auf ſeine ſich hebende Bruſt gelegt hatte,ſie wartete meine Emilchen ab, als ſie ermattet dalag und hernach in Abſätzen bis ſpät am nächſten Tage phan⸗ taſiren that. Dann ging ſie aus, um mich zu ſuchen, und hernach, um Sie zu ſuchen, Musje Davchen. Sie ſagte Emilchen nicht, weßwegen ſie ausgehen thäte, da⸗