David Kopperfield. 135
„ Die Subſiſtenz meiner Familie, Madame,“ er⸗ wiederte Mr. Micawber,„hängt in der Schwebe. Mein Brotherr“—
Hier hörte Mr. Micawber beleidigender Weiſe auf und begann die Citronen, die unter meiner Anleitung vor ihn hingeſetzt worden waren, mit all dem übrigen Zubehör zu ſchälen, deſſen er ſich beim Punſchmachen bediente.
„Ihr Brotherr alſo,“ ſagte Mr. Dick, indem er als eine leiſe Erinnerung an ſeinem Arme rüttelte.
„Mein guter Herr,“ entgegnete Mr. Micawber, „Sie rufen mich zu dem, was ich bemerken wollte, zurück. Ich bin Ihnen ſehr verpflichtet.“ Und wieder ſchüttelten ſie ſich die Hände.„Mein Brotherr alſo, Madame,— Herr Heep— that mir einſt den Ge⸗ fallen, mir zu bemerken, daß ich, wofern ich nicht die Emolumente empfinge, welche zu meiner Stellung bei ihm gehörten, wahrſcheinlich ein poſſenreißender Land⸗ ſtreicher ſein würde, wie ſie Degenklingen verſchlucken und das verzehrende Element eſſen. Trotz alledem, was ich dagegen in Ausſicht habe, iſt es dennoch wahrſchein⸗ lich, daß meine Kinder dahin gebracht werden können, ihr Fortkommen durch Verrenkung ihrer Gliedmaßen ſuchen zu müſſen, während Madame Micawber ihre unnatürlichen Kunſtſtücke durch ihr Spiel auf dem Leier⸗ kaſten begleitet.“
Mr. Micawber deutete durch eine aufs Gerathewohl gethane, aber bedeutſame Schwingung ſeines Meſſers an, daß dieſe Leiſtungen erwartet werden könnten, nachdem er nicht mehr ſei; dann fing er mit verzweifelter Miene wieder zu ſchälen an.
Meine Tante ſtemmte ihren Ellbogen auf den klei⸗ nen runden Tiſch, den ſie gemeiniglich neben ſich hatte,


