Teil eines Werkes 
8. Theil (1850)
Entstehung
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130 David Kopperfield.

auch nach meinem Brotherrn fragen mögen, ſo bitte ich, ohne Sie beleidigen zu wollen, meine Antwort darauf beſchränken zu dürfen, daß, in welchem Zuſtande ſeine Geſundheit immer ſein möge, ſein Aeußeres ſchur⸗ kenhaft, um nicht zu ſagen teufliſch iſt. Sie werden mir erlauben, das weitere Eingehen auf einen Gegen⸗ ſtand abzulehnen, der mich in meiner Eigenſchaft als Mann des Geſetzes bis auf den äußerſten Gipfel der Verzweiflung gepeitſcht hat.

Ich drückte mein Bedauern aus, unſchuldiger Weiſe ein Thema berührt zu haben, welches ihn ſo ſehr in Harniſch bringe.Darf ich fragen, ſagte ich,wie ſich meine alten Freunde, Herr und Fräulein Wickfield befinden?

Fräulein Wickfield, ſagte Mr. Micawber jetzt roth werdend,iſt, was ſie ſtets iſt, ein Muſterbild, ein ſtrah⸗ lendes Beiſpiel. Mein lieber Kopperfield, ſie iſt der einzige ſternenhelle Punkt in meinem elenden Daſein. Meine Achtung vor dieſer jungen Dame, meine Be⸗ wunderung ihres Charakters, meine Hingebung für ſie wegen ihrer Liebe und Treue und Güte! Führt mich, ſagte Micawber,ein Stück ſeitab; denn bei meiner Seele, in meinem gegenwärtigen Gemüthszu⸗ ſtande bin ich dem nicht gewachſen.

Wir zogen ihn in eine enge Gaſſe, wo er ſein Taſchentuch herausnahm und ſich mit ſeinem Rücken gegen eine Wand lehnte. Wenn ich ihn ſo ernſthaft als Traddles angeſehen habe, muß er unſere Geſellſchaft keineswegs erheiternd gefunden haben.

Es iſt mein Schickſal, ſagte Mr. Micawber, in⸗ dem er aufrichtig ſchluchzte, aber ſelbſt das mit dem Schatten ſeiner ehemaligen Miene, als ob er etwas Vornehmes thue;es iſt mein Schickſal, meine Her⸗