Teil eines Werkes 
8. Theil (1850)
Entstehung
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128 David Kopperfield.

Mein theurer Kopperfield, entgegnete er mit einem Drucke meiner Hand,Ihre Herzlichkeit überwältigt mich ganz. Dieſe Aufnahme eines zertrümmerten Bruchſtücks des Tempels, der einſt Mann hieß wenn ich mich dieſes Gleichniſſes bedienen darf verräth ein Herz, welches eine wahre Ehre für unſere gemeinſchaftliche Na⸗ tur iſt. Ich war eben dabei, zu bemerken, daß ich wiederum den heiligen Ort erblicke, wo mir einige der ſeligſten Stunden meiner Exiſtenz verfloſſen.

Gewiß, ſelig gemacht durch Madame Micawber, ſagte ich.Ich hoffe doch, ſie befindet ſich wohl?

Dank' Ihnen, entgegnete Mr. Micawber, deſſen Geſicht ſich bei dieſer Frage bewölkte,'s geht nur ſo ſo mit ihr. Und dies, fuhr er dann fort, indem er traurig das Haupt ſchüttelte,iſt das Kings Bench! Wo zum erſten Male in vielen wiederkehrenden Jahren das überwältigende Drängen pekuntärer Verpflichtungen nicht Tag auf Tag von zudringlichen Stimmen, welche die Treppe zu räumen ſich weigerten, ausgeſchrien wurde; wo kein Klopfer an der Thür war, deſſen ſich ein Gläu⸗ biger hätte bedienen können; wo es keines perſönlichen Einſchreitens bedurfte, und wo ſie einem blos an der großen Pforte das Leben verbittern konnten. Meine Herren, ſagte Mr. Micawber,wenn der Schatten von dem Eiſenwerke auf dem Gipfel der Ziegelmauer ſich auf dem Kies des Spazierganges abzeichnete, habe ich meine Kinder auf die Windungen des verwickelten Muſters treten ſehen, wobei ſie die dunkeln Stellen ver⸗ mieden. Ich bin mit jedem Steine an dem Orte ge⸗ nau bekannt geweſen. Wenn ich Schwäche verrathe, ſo werden Sie wiſſen, wie Sie mich zu entſchuldigen haben.

Wir ſind Alle ſeitdem im Leben weiter gerückt, Herr Micawber, ſagte ich.