Teil eines Werkes 
8. Theil (1850)
Entstehung
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David Kopperfield. 127

Obſchon wir am ausgemachten Orte eine Viertel⸗ ſtunde vor der Zeit erſchienen, fanden wir doch Mr. Micawber bereits dort. Er ſtand mit übereinanderge⸗ ſchlagenen Armen, der Mauer zugekehrt und blickte mit einer empfindſamen Miene nach den Spitzen oben darauf, als ob ſie die durcheinandergeflochtenen Baumzweige wä⸗ ren, die ihn in ſeiner Jugend beſchattet hätten.

Als wir auf ſie zutraten, war ſein Benehmen et⸗ was verwirrter und etwas weniger vornehm, als der⸗ einſt. Er hatte ſeinen ſchwarzen Anzug als Mann des Geſetzes zum Zwecke ſeines Ausfluges zurückgelaſſen und trug den alten Ueberrock und ſeine engen Hoſen, aber nicht ganz mit der alten Manier. Er nahm von der letztern allmählig mehr und mehr wieder an, als wir uns mit ihm unterhielten, aber ſelbſt ſein Augenglas ſchien unbehaglicher zu hängen, und ſeine Vatermörder, obwohl immernoch von den alten ungeheuerlichen Maß⸗ verhältniſſen, waren nahe daran, umzufallen.

Meine Herren, ſagte Mr. Micawber nach den erſten Begrüßungen,Sie ſind Freunde in der Noth und wahre Freunde. Erlauben Sie mir, meine Fra⸗ gen anzubringen in Bezug auf das leibliche Wohlerge⸗ hen der Madame Kopperfield in re und der Madame Traddles in spe das heißt, vorausgeſetzt, daß mein Freund Traddles mit dem Gegenſtande ſeiner Neigun⸗ gen noch nicht für Wohl und Wehe verbunden iſt.

Wir bedankten uns für ſeine Höflichkeit und gaben die paſſenden Antworten. Er lenkte dann unſere Auf⸗ merkſamkeit auf die Mauer und begann eben:Ich verſichere Ihnen, meine Herren als ich's wagte, mich gegen die ceremoniöſe Form der Anrede zu erklä⸗ ren und ihn zu bitten, in der alten Weiſe zu uns zu ſprechen.