Teil eines Werkes 
8. Theil (1850)
Entstehung
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David Kopperfield. 19

guten Glück zufällig kalter Schinken in der Speiſekam⸗ mer befand.

Meine arme kleine Frau war ſo niedergeſchlagen, als ſie dachte, ich würde verdrießlich ſein, und ſo voll Freuden, als ſie fand, daß dies bei mir nicht der Fall war, daß die Enttäuſchung, der ich unterworfen gewe⸗ ſen, ſehr bald verſchwand und wir einen ſehr glücklichen Abend verbrachten, indem Dora, während Traddles und ich ein Glas Wein leerten, mit ihrem Arme auf meinem Stuhle daſaß und jede Gelegenheit ergriff, mir ins Ohr zu flüſtern, daß es doch ſo gut von mir wäre, heute kein grauſamer, garſtiger, alter Junge zu ſein. Bald darnach machte ſie den Thee für uns, was ſie mit einer Geſchäftigkeit that, als ob ſie ſich mit dem Thee⸗ geſchirr einer Puppe zu ſchaffen machte, und wo ſie ſo hübſch anzuſehen war, daß ich's mit der Güte des Ge⸗ tränks nicht allzu genau nahm. Dann ſpielten Traddles und ich ein oder ein paar Spiele Cribbage, und wie Dora die Zeit über zur Guitarre ſang, ſchien mir's, als ob unſere Liebſchaft und Heirath ein zarter Traum von mir und die Nacht, wo ich zuerſt ihrer Stimme gelauſcht, noch nicht vorüber ſei.

Als Traddles fortging und ich von ſeiner Hinaus⸗ begleitung ins Wohnzimmer zurückkam, pflanzte meine Frau ihren Stuhl hart neben den meinen und ſetzte ſich an meine Seite nieder.

Es thut mir recht leid, ſagte ſie.Willſt Du's verſuchen, mich zu belehren, Daddy?

Ich muß mich ſelbſt erſt belehren, Dora, erwie⸗ derte ich.Ich bin ſo ſchlimm wie Du, mein Herz.

Ahl aber Du kannſt lernen, entgegnete ſie;und Du biſt ein ſehr, ſehr geiſtreicher Mann.

Unſinn, Mäuschen, ſagte ich.

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