16
David Kopperfield.
ben. Ich traf ihn in der Stadt und bat ihn, dieſen Nachmittag mit mir hinauszukommen. Er willigte gern ein, und ſo ſchrieb ich an Dora, daß ich ihn mit mir nach Hauſe bringen werde. Es war ſchönes Wetter, und auf dem Wege machten wir zum Gegenſtande un⸗ ſerer Unterhaltung mein häusliches Glück. Traddles war ganz voll davon und ſagte, daß, wenn er ſich mit ſolch einer Häuslichkeit male, und wie Sophie auf ihn warte und für ihn das Nöthige vorbereite, er ſich nichts denken könnte, was zu ſeinem vollſtändigen Glücke noch fehle.
Ich hätte mir kein hübſcheres Weibchen am entge⸗ gengeſetzten Ende des Tiſches wünſchen können; aber ſicherlich hätte ich mir, als wir uns niederſetzten, ein wenig mehr Raum wünſchen können. Ich wußte nicht, wie es kam, aber obſchon wir ihrer nur Zwei waren, ſo waren wir doch ſtets im Raume beſchränkt, wenn wir auch andererſeits wieder Platz genug hatten, Alles zu verlieren. Ich vermuthe, es war ſo, weil nichts ſeinen beſtimmten Platz hatte, ausgenommen Zigs Pagode, welche unabänderlich den Hauptdurchgang ver⸗ ſperrte. Bei der gegenwärtigen Gelegenheit war Tradd⸗ les durch die Pagode und die Guitarrenkapſel und Do⸗ ra’'s Blumenmalerei und meinen Schreibtiſch ſo eng umſtellt, daß ich ernſtliche Zweifel hegte, ob es ihm möglich ſein werde, Meſſer und Gabel zu gebrauchen. Aber er proteſtirte mit der ihm eignen guten Laune und ſagte:
„Weltmeere von Raum, Kopperfield! Ich verſichere Dir, wahre Weltmeere!“
Es war noch ein Etwas, das ich hätte wünſchen können, nämlich, daß Zig nie ermuthigt worden wäre, während des Eſſens auf dem Tiſchtuche herumzuſpazie⸗ ren. Ich fing an der Meinung zu ſein, es liege etwas


