Teil eines Werkes 
8. Theil (1850)
Entstehung
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David Kopperfield. 15

Ich hatte Grund zu glauben, daß wir bei dieſen Mißgriffen in weit größere Ausgaben geriethen, als wenn wir eine Reihe von Triumphen erreicht hätten. Es ſchien mir, wenn ich die Bücher der Krämer und Handwerker durchſah, als wenn wir das unterſte Ge⸗ ſtock unſeres Hauſes hätten mit Butter gepflaſtert haben können, ſo ausgedehnt war unſer Verbrauch von dieſem Artikel. Ich weiß nicht, ob die Acciſegebühren dieſer Periode eine Steigerung erfahren haben durch die Nach⸗ frage nach Pfeffer; aber wenn unſer Treiben nicht auf den Markt wirkte, ſollte ich denken, daß damals mehrere Familien aufgehört haben müſſen, ſich dieſes Gewürzes zu bedienen. Die allerwunderbarſte Thatſache dabei aber war, daß wir nie etwas im Hauſe hatten.

Was das betrifft, daß die Waſchfrau unſere Wäſche verſetzte und in einem Zuſtande reumüthiger Betrunken⸗ heit kam, um ſich zu entſchuldigen, ſo iſt das vermuth⸗ lich auch andern Leuten mehrmals paſſirt. Ebenſo, daß die Eſſe gebrannt hat, die Spritze des Kirchſpiels er⸗ ſchienen iſt und der Büttel falſch geſchworen hat. Aber ich hebe hervor, wie wir ganz beſonders darin un⸗ glücklich waren, daß wir eine Magd in unſere Dienſte nahmen, die Geſchmack an Schnäpſen fand und unſere laufende Rechnung für Porter im Gaſthauſe durch ſolch unerklärliche Items, wieein Quart Rumlimonade (Mrs. K.),ein halb Quart Wachholder und Nelken (Mrs. K.),ein Glas Rum und Pfeffermünze(Mrs. K.) anſchwellte wo die Parentheſe ſich ſtets auf Dora bezog, von der man, wie es bei der Erklärung herauskam, vermuthete, daß ſie alle dieſe Erfriſchungen zu ſich genommen habe.

Eine unſerer erſten Großthaten in unſerer Haus⸗ haltung war ein kleines Diner, das wir Traddles ga⸗