Teil eines Werkes 
7. Theil (1850)
Entstehung
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David Kopperfield. 157

was für eine hübſche Frau ſie ſei. Davon, daß wir Alle ſo luſtig und geſprächig ſind, als wir in der Kutſche zurückfahren. Davon, daß Sophie uns erzählt, ſie ſei, als ſie Traddles, dem ich die Heirathserlaubniß anvertraut, habe nach derſelben fragen ſehen, beinahe in Ohnmacht gefallen, indem ſie überzeugt geweſen, daß er ſie ſchon zu verlieren oder ſich aus der Taſche ſtehlen zu laſſen wiſſen werde. Davon, daß Agnes heiter lacht, und daß Dora Agnes ſo lieb hat, daß ſie ſich nicht von ihr trennen will, ſondern noch immer ihre Hand feſthält.

Ein Traum davon, daß ein Frühſtück bereit iſt, mit einem Ueberfluß von Dingen, niedlich und kräftig zu eſſen und zu trinken, wovon ich genieße, wie ich's in jedem andern Traume thun würde, ohne im Mindeſten etwas von ihrem Wohlgeſchmacke zu merken, indem ich, möchte ich ſagen, nichts als Liebe und Hochzeit eſſe und trinke und nicht mehr an die aufgetragenen Speiſen glaube, als an irgend etwas Anderes.

Ein Traum davon, daß ich in derſelben träumeri⸗ ſchen Weiſe eine Rede halte, ohne eine Idee davon zu haben, was ich zu ſagen beabſichtige, ausgenommen das, was in der vollen Ueberzeugung begriffen ſein mag, daß ich's nicht geſagt habe. Davon, daß wir ſehr häus⸗ lich und einfach glücklich ſind(freilich auch im Traume), und davon, daß Zig Hochzeitskuchen vorgelegt wird, und daß dieſer ihm hinterher nicht bekommt.

Ein Traum davon, daß das gemiethete Paar Poſt⸗ pferde bereit ſteht und Dora weggeht, um ſich umzu⸗ kleiden. Daß meine Tante und Miß Clariſſa bei uns bleiben, daß wir in dem Garten wandeln, und daß meine Tante, die beim Frühſtück eine vollkommene Rede gehalten hat, welche Dora's Tanten rührte, mächtiges