158 David Kopperfield.
Vergnügen über ſich ſelbſt empfindet und auch ein Bis⸗ chen ſtolz auf die Rede iſt.
Ein Traum, daß Dora bereit iſt, und Miß Lavi⸗ nia um ſie herumflattert, betrübt, das niedliche Spiel⸗ zeug zu verlieren, daß ihr ſo vergnügliche Beſchäftigung gegeben hat. Davon, daß Dora eine lange Reihe er⸗ ſtaunte Entdeckungen macht, daß ſie allerhand Kleinig⸗ keiten vergeſſen hat, und daß alle Welt nach allen Sei⸗ ten rennt, um ſie zu holen.
Ein Traum, daß ſie ſich Alle um Dora drängen, als ſie Lebewohl zu ſagen anfängt, wobei ſie mit ihren hellen Farben und Bändern wie ein Blumenbeet aus⸗ ſehen. Davon, daß mein Liebling unter den Blumen faſt erſtickt wird und lachend und weinend zugleich in meine eiferſüchtigen Arme herauskommt.
Ein Traum davon, daß ich Zig(welcher mit uns gehen ſoll) tragen will, und daß Dora nein ſagt, und daß ſie ihn tragen muß, weil er ſonſt denken wird, ſie kann ihn nicht mehr leiden, nun ſie verheirathet iſt, und ihm das ſein Herz brechen wird. Davon, daß wir Arm in Arm fortgehen und Dora ſtehen bleibt und zurückblickt und ſagt:„Wenn ich unfreund⸗ lich oder undankbar gegen Jemand geweſen bin, der wolle deſſen nicht eingedenk ſein,“ und in Thränen ausbricht.
Ein Traum davon, daß ſie ihre kleine Hand ſchwenkt und wir abermals fortſchreiten. Davon, daß wir wie⸗ der Halt machen und ſie ſich umſieht und zu Agnes eilt und dieſer vor Allen ihre letzten Küſſe und Abſchieds⸗ grüße giebt.
Wir fahren zuſammen ab, und ich erwache aus dem Traume. Ich glaube es zuletzt. Es iſt meine liebe, liebe kleine Frau neben mir, die ich ſo ſehr liebe!


