Teil eines Werkes 
7. Theil (1850)
Entstehung
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148 David Kopperfield.

Einwilligung dazu ertheilt, und wenn je Kanarienvö⸗ gel haſtig herumflatterten, ſo thaten ſie es. Miß La⸗ vinia, die ſich ſelbſt mit der Oberaufſicht über den Klei⸗ dervorrath meines lieben Kindes beauftragt hat, ſchnei⸗ det in einem fort Bruſtſtücke von Löſchpapier aus und iſt in einem fort verſchiedener Meinung von einem höchſt reſpectabeln jungen Manne, der ein langes Bündel und ein Ellenmaß unterm Arme hat. Eine Schneidermam⸗ ſell, der ſtets eine Nadel mit einem Faden drin an der Bruſt ſteckt, wohnt und ißt im Hauſe, und ſcheint mir, mag ſie eſſen, trinken oder ſchlafen, nie ihren Finger⸗ hut abzunehmen. Sie machen eine Staatsdame aus meiner Geliebten. Sie ſchicken aller Augenblicke nach ihr, zu kommen und etwas anzuprobiren. Wir können des Abends nicht fünf Minuten zuſammen glücklich ſein, ſo pocht ein zudringliches Frauenzimmer an die Thür und ſagt:Oh, wenn's Ihnen gefällig wäre, Fräulein Dora, einmal hinauſzukommen!

Miß Clariſſa und meine Tante ſchweifen durch ganz London, Möbel ausfindig zu machen, die Dora und ich uns anſehen ſollen. Es würde beſſer für ſie ſein, die Waaren ohne Weiteres zu kaufen, ohne dieſe Ceremo⸗ nie des Anſehens; denn wenn wir gehen, ein Brat⸗ ofengitter oder einen Fleiſchſchrank zu beſchauen, erblickt Dora ein chineſiſches Haus für Zig mit Glöckchen oben drauf und zieht dieſes vor. Und es bedarf langer Zeit, Zig an ſeine neue Reſidenz zu gewöhnen, nachdem wir's

ekauſt haben; jedes Mal, wenn er hinein oder her⸗ aausgeht, macht er, daß alle die Glöckchen klingeln und RPerſchrickt fürchterlich. Peggotty kommt herbei, ſich nützlich zu machen und wirft ſich augenblicklich auf die Arbeit. Ihr Departe⸗ ment ſcheint zu ſein, Alles über und über zu reinigen.