Teil eines Werkes 
7. Theil (1850)
Entstehung
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David Kopperfield. 15

Nein. Ich konnte nicht daran denken, darauf ein⸗ zugehen. Es betrübte mich ſehr, aber es war etwas Höheres als der Verſtand in Betracht zu ziehen. Die Liebe ſtand über allen Rückſichten auf Erden, und ich liebte Dora bis zum Götzendienſt, und Dora liebte mich. Ich ſagte dies nicht gerade, ich milderte es, ſo viel ich konnte; aber ich ließ es merken und war entſchloſſen, dabei zu bleiben. Ich glaube nicht, daß ich mich ſehr lächerlich machte, aber ich weiß, daß ich entſchloſſen war.

Sehr wohl, entgegnete Mr. Spenlow,dann muß ich meinen Einfluß auf meine Tochter verſuchen.

Miß Murdſtone ließ ihm durch einen ausdrucksvol⸗ len Ton, einen langgezogenen Athemzug, welcher we⸗

der ein Seufzer noch eine Wehklage war, aber beiden glich, merken, wie er ihrer Meinung nach dies zuerſt gethan haben ſollte.

Ich muß, wiederholte Herr Spenlow, durch dieſe Unterſtützung beſtärkt,meinen Einfluß auf meine Toch⸗ ter verſuchen. Lehnen Sie es ab, dieſe Briefe an ſich zu nehmen, Herr Kopperfield?

Ich hatte ſie nämlich auf den Tiſch gelegt.

Ja. Ich ſagte ihm, wie ich hoffe, er werde mir's nicht übel auslegen, aber ich könnte ſie unmöglich von Miß Murdſtone annehmen. 3

Auch nicht von mir? fragte Mr. Spenlow.

Nein, erwiederte ich mit der tiefſten Ehrerbietung, auch von Ihnen nicht.

Sehr wohl! verſetzte Mr. Spenlow.

Es folgte ein Schweigen, und ich war unentſchie⸗ den, ob ich gehen oder bleiben ſollte. Endlich bewegte ich mich auf die Thür zu, in der Abſicht, ihm zu ſagen, daß ich ſeinen Gefühlen gegenüber wohl am Beſten thun werde, wenn ich mich zurückzöge; da ſagte er, die Hände