Teil eines Werkes 
7. Theil (1850)
Entstehung
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David Kopperfield. 13

alt iſt, ſo nehme ich ihn im Vertrauen auf ihn mit mir dorthin. Wenn er mein Vertrauen mißbraucht, begeht er eine unehrenhafte Handlung, Herr Kopper⸗ field.

Ich verſichere Ihnen, daß ich dies fühle, entgeg⸗ nete ich.Aber ich habe nie vorher daran gedacht. Aufrichtig und ehrlich geſprochen, Herr Spenlow, nie vorher habe ich ſo etwas gedacht. Ich liebe Fräulein Spenlow in dem Maße

Puh, Unſinn! ſchrie Mr. Spenlow, indem er roth wurde;bitte, ſagen Sie mir nicht ins Geſicht hinein, daß Sie meine Tochter lieben, Herr Kopper⸗ field.

Könnte ich mein Benehmen vertheidigen, wenn dies nicht der Fall wäre! entgegnete ich mit aller De⸗ muth.

Können Sie Ihr Benehmen denn vertheidigen, wenn es der Fall iſt? fragte Mr. Spenlow, indem er auf dem Teppich plötzlich ſtehen blieb.Haben Sie Ihre und meiner Tochter Jahre erwogen, Herr Kopper⸗ field? Haben Sie erwogen, was es heißt, das Ver⸗ trauen zu untergraben, welches zwiſchen meiner Tochter und mir exiſtiren ſollte? Haben Sie meiner Tochter Stellung im Leben, die Pläne, die ich für ihr Fort⸗ kommen vielleicht im Sinne habe, die teſtamentariſchen Abſichten, die ich in Bezug auf dieſelbe hege, erwogen? Haben Sie irgend etwas dabei erwogen?

Ich fürchte, nur ſehr wenig, Herr Spenlow, ant⸗ wortete ich, indem ich zu ihm ſo achtungsvoll und ſo betrübt ſprach, wie mir's um das Herz war;aber bitte, glauben Sie mir, daß ich meine eigne Stellung in der Welt erwogen habe. Als ich Ihnen dieſelbe aus⸗ einanderſetzte, waren wir bereits verſprochen