Teil eines Werkes 
7. Theil (1850)
Entstehung
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12 David Kopperfield.

Mr. Spenlow, indem er ſich zu mir wendete;ich er⸗ laube mir nun zu fragen, Herr Kopperfield, ob Sie etwas darauf zu entgegnen haben.

Das Bild, welches ich vor Augen hatte von dem holden kleinen Schatze meines Herzens, wie ſie die ganze Nacht ſeufzte und weinte, wie ſie dann allein, ge⸗ ängſtigt und unglücklich war wie ſie jenes Weib mit dem ſteinernen Herzen ſo jämmerlich gebeten und ange⸗ fleht habe, ihr zu vergeben wie ſie ihr umſonſt jene Küſſe, Arbeitskäſtchen und Schmuckſachen angebo⸗ ten wie ſie in ſolchen Gram und Harm nur mei⸗ nethalben geſtürzt worden beeinträchtigte das Bischen Würde, über das ich zu gebieten hatte, ſehr. Ich fürchte, daß ich eine Minute etwa vor Furcht gezittert habe, obwohl ich mein Beſtes that, es zu verbergen.

Ich habe nichts zu ſagen, Herr Spenlow, er⸗ wiederte ich,als daß der ganze Tadel auf mich fällt. Dora

Fräulein Spenlow, wenn es Ihnen gefällig iſt, ſagte ihr Vater majeſtätiſch.

wurde von mir dahin vermocht und überredet, fuhr ich, dieſe kältere Bezeichnung verſchluckend, fort, in die Verheimlichung zu willigen, und ich bereue das bitterlich.

Sie ſind höͤchlich zu tadeln, erwiederte Mr. Spen⸗ low, indem er auf dem Teppich hin- und herging und Dem, was er ſagte, wegen der Steifheit ſeiner Hals⸗ binde und ſeines Rückgraths, mit ſeinem ganzen Kör⸗ per anſtatt blos mit ſeinem Kopfe Nachdruck verlieh. Sie haben ſich einer hinterliſtigen und unredlichen Hand⸗ lung ſchuldig gemacht, Herr Kopperfteld. Wenn ich einen Gentleman in mein Haus einführe, gleichviel ob er neunzehn oder neunundzwanzig oder neunzig Jahre