David Kopperfield. 143
ſches gekommen waren, wandte ich mich an Traddles und erinnerte ihn, daß wir uns nicht trennen dürften, ohne unſern Freunden Geſundheit, Glück und Erfolg auf ihrer neuen Laufbahn zu wünſchen. Ich bat Mr. Micawber, uns die Gläſer zu füllen und brachte den Toaſt in gehöriger Form aus, indem ich ihm über den Tiſch hinüber die Hand ſchüttelte und Mrs. Micawber küßte, damit ſie ſich dieſer ereignißvollen Gelegenheit erinnere. Traddles ahmte mir in dem erſten Punkte. nach, betrachtete ſich aber nicht als einen hinreichend alten Freund, um es mit dem zweiten zu wagen. „Mein lieber Kopperfield,“ ſagte Mr. Micawber, indem er ſich mit den beiden Daumen in ſeinen Weſten⸗ taſchen erhob,„der Gefährte meiner Jugend, wenn mir dieſer Ausdruck erlaubt iſt— und mein geſchätzter Freund Traddles, wenn es mir geſtattet iſt, ihn ſo zu nennen, wollen mir erlauben, Ihnen Seitens der Madame Mi⸗ cawber, meiner ſelbſt und unſerer Sproſſen in den wärmſten und unverhaltenſten Ausdrücken für ihre gu⸗ ten Wünſche zu danken. Man wird vielleicht erwar⸗ ten, daß ich am Vorabende einer Wanderung, welche uns in ein vollkommen neues Daſein einführen wird;“ Mr. Micawber ſprach, als ob ſie ſich fünfhunderttauſend Meilen weit wegbegeben wollten,„einige Abſchiedsbe⸗ merkungen an zwei ſolche Freunde richten werde, wie ich ſie vor mir ſehe. Aber Alles, was ich zu ſagen habe in dieſer Beziehung, habe ich geſagt. Welche Stellung in der Geſellſchaft ich dereinſt auch einnehmen werde durch die Vermittelung des gelehrten Berufs, von dem ich im Begriffe bin, ein unwürdiges Mitglied zu werden,— ich werde mich beſtreben, derſelben keine Schande zu machen, und Madame Micawber wird ſicher ſein, ſie zu zieren. Unter dem Drucke pecuniärer Ver⸗


