Teil eines Werkes 
6. Theil (1850)
Entstehung
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David Kopperfield. 137 ber hinzu,wenn ich auch möglicher Weiſe in meiner Anſicht von der Ceremonie nicht den rechten Verſtand habe, ſo werd' ich's doch nimmer thun.

Meine Liebe, verſetzte Mr. Micawber ein wenig ungeduldig,ich wüßte nicht, daß Jemand erwartete, Du werdeſt etwas Derartiges thun.

Ich bin mir bewußt, mein lieber Herr Kopper⸗ field, fuhr Mrs. Micawber fort,daß ich jetzt im Begriffe ſtehe, mein Schickſal unter Fremde zu verſetzen, und ich weiß ebenſo, daß die verſchiedenen Glieder mei⸗ ner Familie, an die Micawber in den anſtändigſten Ausdrücken geſchrieben und ihnen dieſe Thatſache ange⸗ zeigt hat, von Micawbers Mittheilung nicht die geringſte Notiz genommen haben. Ich mag allerdings abergläu⸗ biſch ſein, ſagte Mrs. Micawber,aber es dünkt mich, daß Micawber beſtimmt iſt, auf die große Mehrzahl der Mittheilungen, die er ſchreibt, nicht die kleinſte Ant⸗

wort zu erhalten. Ich kann aus dem Stillſchweigen

meiner Familie errathen, daß ſie gegen den Entſchluß ſind, den ich gefaßt habe; aber ich würde mich nicht einmal von Papa und Mama, wenn ſie noch lebten, vom Pfade der Pflicht abbringen laſſen, Herr Kopper⸗ field.

Ich drückte meine Meinung aus, daß dies ganz mit rechten Dingen zuginge.

Es mag ein Opfer ſein, fuhr Mrs. Miklwber fort,ſein Selbſt in eine Landſtadt mit einer Kathe⸗ drale einzumauern; aber ſicherlich, Herr Kopperfield, wenn es ein Opfer für mich iſt, iſt's für einen Mann von Micawbers Fähigkeiten ein noch viel größeres Opfer.

Oh, Sie gehen alſo in eine Stadt, wo eine Ka⸗ thedrale iſt? fragte ich.