138 David Kopperfield.
Mr. Micawber, der uns Alle mit Punſch aus dem Waſchbecken verſorgt hatte, entgegnete:
„Nach Canterbury. In der That, mein lieber Kop⸗ perfield, ich bin Verpflichtungen eingegangen, kraft de⸗ ren ich unſerm Freunde Heep beizuſtehen und zu dienen verſprochen habe in der Eigenſchaft eines— nun— daß ich— ſein vertrauter Schreiber ſein werde.“
Ich ſtarrte Mr. Micawber an, der ſich ſehr an meinem Staunen ergötzte..
„Ich bin verpflichtet, Ihnen die Erklärung zu ge⸗ ben,“ ſagte er mit einer Amtsmiene,„daß das ge⸗ ſchäftskundige Benehmen und die klugen Winke von Madame Micawber in großem Maße zu dieſem Ergeb⸗ niß geführt haben. Der Fehdehandſchuh, auf den Ma⸗ dame Micawber bei einer frühern Gelegenheit hinwies, wurde der Welt in Form einer Zeitungsanzeige hinge⸗ worfen und von meinem Freunde Heep aufgehoben, was zu einer gegenſeitigen Wiedererkennung führte. Von meinem Freunde Heep,“ fuhr Mr. Micawber fort,„wel⸗ cher ein merkwürdig kluger Mann iſt, möchte ich mit aller möglichen Achtung ſprechen. Mein Freund Heep hat die eigentliche Vergütung nicht zu hoch geſtellt, aber er hat hinſichtlich der Aufhebung des Druckes pecuniä⸗ rer Verlegenheiten viel von dem Werthe meiner Dienſte abhängig gemacht, und auf den Werth dieſer Dienſte ſetze ich mein Vertrauen. Eine derartige Gewandtheit und Geſchicklichkeit, als ich glücklicherweiſe beſitze,“ ſagte Mr. Micawber, hochmüthig ſich ſpreizend mit der alten vornehmen Miene,„wird den Dienſten meines Freun⸗ des Heep gewidmet ſein. Ich habe bereits einige Kennt⸗ niß der Geſetze— als Vertheidiger im Civilproceß— und ich werde mich ohne Zögern über die Commentare eines der berühmteſten und hervorragendſten unſerer eng⸗


