134 David Kopperfield.
Der Brief(Mr. Micawber ließ keine irgend denk⸗ bare Gelegenheit vorübergehen, einen Brief zu ſchreiben) war an mich adreſſirt„durch die Güte von Herrn T. Traddles, Mitglied des Innern Tempels“. Er lautete wie folgt:
„Mein lieber Kopperfield!
Sie ſind möglicher Weiſe nicht unvorbereitet, von mir die Nachricht zu empfangen, daß ſich etwas zum Beſten gewendet hat. Ich werde Ihnen wohl bei einer frühern Gelegenheit erzählt haben, daß ich ſolch ein Ereigniß erwarte.
Ich ſtehe im Begriffe, mich in einer der Provin⸗ zialſtädte unſerer von der Vorſehung ſo begünſtigten Inſel niederzulaſſen(wo man die Geſellſchaft vielleicht als eine glückliche Miſchung von Landbauern und Geiſt⸗ lichen beſchreiben kann) und zwar in unmittelbarer Ver⸗ bindung mit Jemand, der einem gelehrten Berufe folgt. Madame Micawber und unſere Kinder werden uns auch begleiten. Unſere Aſche wird in künftigen Zeiten wahr⸗ ſcheinlich auf dem Friedhofe vermiſcht gefunden werden, welcher zu einem ehrwürdigen Gebäude gehört, durch das ſich der Ort, den ich meine, einen Ruf, ich möchte ſagen von China bis nach Peru, erworben hat.
Indem ich nun dem modernen Babel Adieu ſage, wo wir ſo manche Fährlichkeiten, ich hoffe auf nicht unedle Weiſe, beſtanden haben, ſo können Madame Micawber und ich ſich nicht verhehlen, daß wir, viel⸗ leicht für Jahre, vielleicht für immer, von Jemand ſchei⸗ den, der durch feſte Bande mit dem Altare unſeres häuslichen Lebens verknüpft iſt. Wenn Sie am Vor⸗ abende ſolch einer Trennung unſern beiderſeitigen Freund, Herrn Thomas Traddles, zu unſerer gegenwärtigen Woh⸗


