132 David Kopperfield.
ſei, zu verhüten, daß nicht König Karl der Erſte in Mr. Dicks Manuſcripte gerieth, wobei Mr. Dick in der Zwiſchenzeit ſehr ehrerbietig und ernſthaft auf Traddles blickte und an ſeinem Daumen ſaugte.
„Aber wiſſen Sie, dieſe Aufſätze, von denen ich ſpreche, ſind bereits fertig und vollendet,“ ſagte Traddles nach einiger Ueberlegung.„Herr Dick hat nichts an ihnen zu thun. Würde das nicht einen Unterſchied machen, Kopperfield? Würde es nicht wenigſtens des Verſuchs werth ſein?“
Das gab uns neue Hoffnung. Traddles und ich ſteckten die Köpfe zuſammen, während Mr. Dick uns ängſtlich von ſeinem Stuhle beobachtete, und ſo kochten wir einen Plan zuſammen, nach welchem wir ihn den nächſten Tag mit triumphirendem Erfolge ſein Werk be⸗ ginnen ließen.
Auf dem Tiſche am Fenſter in Buckingham Street breiteten wir die Arbeit aus, die Traddles für ihn be⸗ ſorgt hatte— und welche darin beſtand, ich weiß nicht mehr wie viel Abſchriften von einem geſetzlichen Docu⸗ ment über ein Wegerecht zu machen— und auf einen andern Tiſch legten wir das letzte unvollendete Origi⸗ nal der großen Denkſchrift. Unſere Anweiſungen an Mr. Dick waren die, daß er genau Das, was er vor ſich habe, copiren ſolle, ohne die geringſte Abweichung vom Original, und daß er, wofern er es nothwendig finde, die kleinſte Anſpielung auf König Karl den Erſten zu machen, unverweilt nach der Denkſchrift hinfliegen ſolle. Wir ermahnten ihn, hierin ſtandhaft zu ſein, und lie⸗ ßen meine Tante zurück, ihn zu beobachten. Meine Tante berichtete uns ſpäter, daß er zuerſt wie ein Mann, der die Keſſelpauke ſchlägt, geweſen und fortwährend ſeine Aufmerkſamkeit zwiſchen den Beiden getheilt habe; bald


