24 David Kopperfield.
unſer erſtes Geſchäft, daß wir uns nach, einer kleinen Wohnung für Peggotty, wo ihr Bruder ein Bett ha⸗ ben konnte, umſahen. Wir waren ſo glücklich, eine ſolche zu finden, die ſehr reinlich und billig war und
ſer Dame bemerken, daß ſie durch Peggotty ſehr belei⸗ digt wurde, indem dieſe, ehe ſie zehn Minuten an Ort und Stelle geweſen, ihr Wittwenkleid in die Höhe ſchürzte und ſich an die Arbeit machte, mein Schlaf⸗ zimmer auszufegen. Dies betrachtete Mrs. Crupp im Lichte einer Freiheit, und eine Freiheit, meinte ſie, wäre ein Ding, welches ſie nie geſtatte.
Mr. Peggotty hatte mir auf dem Wege nach Lon⸗ don eine Mittheilung gemacht, auf welche ich nicht un⸗ vorbereitet war. Es war die, daß er ſich vorgenom⸗ men, zuerſt Mrs. Steerforth zu ſehen. Da ich mich für verpflichtet hielt, ihm hierin beizuſtehen, und ebenſo den Vermittler zwiſchen ihnen zu machen, wobei ich die Gefühle der Mutter ſo viel als möglich zu ſchonen be— abſichtigte, ſo ſchrieb ich dieſen Abend an ſie. Ich ſetzte ihr mit ſo milden Worten, als ich konnte, auseinan⸗ der, worin das ihm geſchehene Unrecht beſtehe, und wie viel ich Antheil habe an ſeiner Verletzung. Ich ſagte, er ſei ein gemeiner Mann zwar, aber von dem edelſten und aufrichtigſten Charakter, und daß ich die Hoffnung auszudrücken wage, ſie werde ſich nicht weigern, ihn


