Teil eines Werkes 
6. Theil (1850)
Entstehung
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David Kopperfield. 9

Als ſie uns Alle bedient, zog ſie ſich an's Fenſter zurück, wo ſie ſich eifrig beſchäftigte, einige Hemden und andere Wäſche, die Mr. Peggotty gehörte, auszubeſſern und nett zuſammenzulegen und in einen alten Wachs⸗ tuchranzen, wie ihn die Seeleute tragen, zu packen. Wäh⸗ rend dieſer Zeit fuhr ſie in derſelben ruhigen Weiſe zu ſprechen fort:

Siehſt Du, Daneel, zu allen Stunden und Zeiten werd' ich hier auf dem Damme ſein, und Alles ſoll ausſehen, wie Du's gerne haſt. Ich bin zwar nicht ſo recht mit die Feder bewandert, aber ich werde Dir dann und wann ſchreiben, wenn Du fort biſt, und meine Briefe an Musje Davchen ſchicken. Vielleicht thuſt auch Du, Daneel, mir dann und wann ſchreiben und er⸗ zählſt mich, wie's Dir geht auf Deiner einfamen ver⸗ laſſenen Reiſe..

Du wirſt, fürcht' ich, ein recht verlaſſenes Leben hier führen! ſagte Mr. Peggotty.

Nein, nein, Daneel, entgegnete ſie,ganz ge⸗ wiß nicht. Hab' nur um mich keine Sorge nicht. Ich werde genug zu thun haben, um das Weſen hier(Mrs. Gummidge meinte das Hausweſen) für Dich in gutem Stande zu halten, wenn Du wieder heimkommſt und für Jedes, das vielleicht wieder zurückkommen thut, Daneel, ein bequemes Plützchen bereit zu halten. In der ſchönen Jahreszeit werd' ich mich vor die Thüre ſetzen, wie früher. Sollte irgend eines in die Nähe kommen, ſo ſollen ſie von weitem ſchon die alte Witt⸗ frau deutlich ſehen können.

Welch eine Verwandlung in Mrs. Gummidge in ſo kurzer Zeit! Sie war eine ganz andere Frau. Sie war ſo ergeben, ſie hatte ſolch ein ſchnelles Verſtändniß von dem, was paſſend zu ſagen ſei, und dem, was