Teil eines Werkes 
5. Theil (1850)
Entstehung
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David Kopperfield. 151

wo ſie heim kommen thut, da ſetze ich das Licht ins Fenſter. Sehen Sie, ſagte Mr. Peggotty, indem er ſich mit großem Seelenvergnügen über mich beugte,das wifft Sie gleich zwei Fliegen mit einer Klappe. Sie ſagt: da iſt unſer Haus! ſagt ſie. Und dann ſagt ſte, Emilchen nämlich, mein Onkel iſt da! Denn, wenn ich nicht da⸗ heim bin, ſo weiſe ich ihr auch kein Licht nicht.

Du biſt ein wahres Kind! ſagte Peggotty, in⸗ dem ſie ihm, wenn ſie wirklich ſo dachte, dafür ſehr gut war..

Na, entgegnete Mr. Peggotty, indem er ſich mit ſeinen Beinen weit auseinander ſpreizte und an denſel⸗ ben mit den Händen in ſeiner Behaglichkeit und See⸗ lenzufriedenheit auf⸗ und niederrieb, während er wech⸗ ſelsweiſe uns und das Feuer anſah.Ich weiß nicht, bin's aber vielleicht, wie Ihr ſeht, wenigſtens von An⸗ ſehen nicht.

Nicht ganz, bemerkte Peggotty.

Nein, lachte Mr. Peggotty,nicht von Anſe⸗ hen, aber man kann mich ſo betrachten, ſeht Ihrs. Iſt mir aber weiß Gott einerlei. Na, ich werd's Euch ſagen. Wenn ich hingehe und mir das hübſche kleine Haus unſrer Emilchen beſehen thue, ſo will ich, ſo will ich gegormt ſein, ſagte Mr. Peggotty mit plötz⸗ lich erhobener Stimme,na, ich kann nicht mehr ſagen wenn mir's nicht zu Muthe iſt, als ob die kleinſten Dinge ſie ſelber wären. Ich nehme ſie in die Höhe und lege ſie wieder hin und greife ſie an, ſo zärt⸗ lich und leiſe, als ob ſie unſre Emilchen ſelber wären. So iſt's mit ihre kleine Hauben und ſo weiter. Ich könnt's nicht leiden, wenn ich eines davon vorſätzlich mit derber Hand angreifen ſähe nicht um Alles in der Welt. Na, das iſt ein Kind für Dich in Geſtalt