Teil eines Werkes 
5. Theil (1850)
Entstehung
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150 David Kopperfield.

Nein, nein, ſagte Mrs. Peggotty, indem er ihre Betrübniß zu beſchwichtigen ſuchte.

O ja, o ja, Daneel, verſetzte Mrs. Gummidge. Ich bin keine Perſon nicht, daß ich mit ſolche Leute leben könnte, die Geld geerbt haben. Mir geht Alles der Quere. Mit mich wär's beſſer, ich würde Euch vom Halſe genommen.

Ei, wie ſollt' ich's denn verthun können, ohne Dich? ſagte Mr. Peggotty mit der Miene ernſter Zu⸗ rechtweiſung.Was ſchwätzeſt Du nur für Zeug in den Tag hinein? Brauch' ich Dich denn jetzt nicht mehr als jemals?

Ich wußte es, daß ich niemals vorher zu brauchen war, ſagte Mrs. Gummidge mit jämmerlichem Ge⸗ wimmer,und nu ſagt man mir das gar. Wie konnte ich erwarten, daß man mich brauchen und gerne ſehen würde, da ich ſo einſam und verlaſſen und ſo querköpfig war?

Mr. Peggotty ſchien ſehr erſchrocken, daß er Worte ausgeſprochen, die ſolch einer gefühlloſen Auslegung fä⸗ hig waren, wurde aber von einer Entgegnung durch Peggotty abgehalten, welche ihn beim Aermel zog und den Kopf ſchüttelte. Nachdem er mit einem Blicke voll Traurigkeit für einige Augenblicke auf Mrs. Gummidge verweilt, ſah er nach der Schwarzwälder Uhr, ſtand auf, putzte das Licht und ſtellte es ins Fenſter.

Da! ſagte Mr. Peggotty in fröhlicher Laune. Da ſind wir, Madame Gummidge! Mrs. Gum⸗ midge ſeufzte leiſe.Illuminirt, wie's bei uns Mode iſt. Sie wundern ſich, zu was das geſchieht, junger Herr. Na, s iſt für die kleine Emilie. Sie ſehen, der Fußweg iſt nicht allzu helle und angenehm nach dem Dunkelwerden, und wenn ich daheime bin zu die Stunde,