148 David Kopperfield. chen auf der Straße nach Lowestoft fort. Dann kehrte ich um und wandelte nach Yarmouth zurück. Ich kehrte zum Mittagseſſen in einem hübſchen Bierhauſe ein paar Meilen von der Fähre ein, die ich früher erwähnt, und
ſo ſchwand der Tag dahin, und es wurde Abend, ehe
ich die Stadt erreichte. Der Regen fiel jetzt in Strö⸗ men herab, und es war eine wüſte Nacht; aber hinter den Wolken war der Mond, und es war nicht dunkel.
Ich war bald in Sicht von Mr. Peggotty's Hauſe und dem Lichte, welches aus dem Fenſter deſſelben her⸗ vorglänzte. Ein Stückchen weit lief ich ſchnell durch den feuchten, ſchweren Sand, und ich ſtand vor der Thür und ging hinein.
Es ſah ſehr behaglich drinnen aus. Mr. Peggotty hatte ſein Abendpfeifchen geſchmaucht, und es waren ver⸗ ſchiedene Vorbereitungen für das nahe Abendeſſen ge⸗ troffen. Das Feuer flackerte hell, die Aſche war auf⸗ geſtoͤrt, die Kiſte, der Sitz Klein-Emilchens, war für ſie auf ihrem alten Platze bereit. Ebenfalls auf ihrem alten Platze ſaß Peggotty wieder und ſah(wenn man ihr Kleid nicht beachtete) aus, als ob ſie ihn nie ver⸗ laſſen hätte. Sie war bereits wieder in die Geſellſchaft des Nähkäſtchens mit der Paulskirche auf dem Deckel, der Elle in dem Landhäuschen und des Stückchens Wachs⸗ lichts zurückgerathen, und da waren ſie alleſammt, ge⸗ rade, als ob ſie nie geſtoͤrt worden wären. Mrs. Gum⸗ midge ſchien ein wenig grämlich in ihrem alten Winkel, und ſah folglich auch ganz wie gewöhnlich aus.
„Sie ſind der Erſte von die Uebrigen, Musje Dav⸗ chen,“ ſagte Mr. Peggotty mit einem von Glück ſtrah⸗ lenden Geſichte.„Bleiben Sie nicht in dem Rocke, junger Herr, wenn er naß iſt.“
„Dank Ihnen, Herr Peggotty,“ ſagte ich, indem
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