Teil eines Werkes 
5. Theil (1850)
Entstehung
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David Kopperfield. 139

daran war, daß ſie aus der meinen zurückfuhr, und dann glitt ſie von ihrem Stuhle, und indem ſie langſam an die andere Seite ihres Onkels ging, beugte ſie ſich, ſchweigend und noch immer zitternd auf ſeine Bruſt.

Ach,'s iſt ſolch ein liebevolles Herze, ſagte Mr. Peggotty, indem er mit ſeiner großen harten Hand ihr reiches Haar ſtreichelte,daß es den Gram hier nicht ertragen kann,'s iſt natürlich bei jungen Leutchen, Musje Davchen, wenn ſie noch neu ſind für ſolche Heimſuchun⸗ gen, und ſchüchtern, wie mein kleines Vögelchen hier 's iſt natürlich.

Sie klammerte ſich nur um ſo feſter an ihn, erhob aber weder ihr Geſicht, noch ſprach ſie ein Wort.

s wird ſpäte, mein gutes Kind, ſagte Mr. Peg⸗ gotty,und hier iſt Ham gekommen, um Dich zu Hauſe zu bringen. Da, geh mit dem andern liebenden Her⸗ zen! Was, Emilchen? He, mein Lämmchen?

Der Ton ihrer Stimme hatte mich nicht erreicht, aber er beugte ſeinen Kopf zu ihr, als ob er ihr zuhöͤre, und dann ſagte er:

Dich bei Deinem Onkel bleiben laſſen? Ei Tau⸗ ſend, Du wirſt mich doch darum nicht bitten wollen! Bei Deinem Onkel bleiben, Närrchen? Wenn Der, wel⸗ cher ſo bald Dein Mann ſein wird, hier iſt, um Dich zu Hauſe zu führen? Hm, kein Menſch würd's glau⸗ ben, wenn er dieſes kleine Ding nicht neben ſolch einem wetterverbrannten, rauhen Kerl ſehen thäte, ſagte Mr. Peggotty, indem er ſich mit unendlichem Stolze unter uns umſah,aber die See hat nicht mehr Salz in ſich, als ſie Liebe in ſich hat zu ihrem Onkel ein wah⸗ res Närrchen von einem Emilchen!

Emilchen hat darin Recht, Musje Davchen! ſagte Ham.Sehen Sie mal her! Da Emilchen es wünſcht,

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