Teil eines Werkes 
5. Theil (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

138 David Kopperfield.

Indem ich dies hörte und zugleich erfuhr, daß Mr. Peggotty dort ſei, entſchloß ich mich ſogleich nach dem Hauſe zu gehen. Ich ſagte Mr. Omer und Mr. und Mrs. Joram gute Nacht und richtete meine Schritte dorthin, erfüllt von einer feierlichen Empfindung, in welcher mir Mr. Barkis als ein ganz neues und an⸗ deres Weſen erſchien.

Mein leiſes Klopfen an der Thür wurde von Mr. Peggotty beantwortet. Er war nicht ſo erfreut, mich zu ſehen, als ich erwartet hatte. Ich bemerkte Daſſelbe an Peggotty, als ſie herunterkam, und ich denke, vor der Erwartung jenes furchtbaren Erſtaunens, welche ſie erfüllte, ſchwinden alle übrigen Wechſelfälle und ſtau⸗ nenerweckenden Gegenſtände in nichts zuſammen.

Ich gab Mr. Peggotty die Hand und ging in die Küche, während er leiſe die Thür ſchloß. Die kleine Emilie ſaß vor dem Feuer und hielt die Hände vor's Geſicht. Ham ſtand neben ihr.

Wir ſprachen flüſternd und lauſchten dann und wann, ob ſich in der Oberſtube ein Geräuſch hören ließe. Ich hatte bei Gelegenheit meines letzten Beſuchs nicht daran gedacht, aber wie ſeltſam kam mir's jetzt vor, Mr. Bar⸗ kis in der Küche zu vermiſſen.

Das iſt ſehr freundlich von Sie, Musje Davchen, ſagte Mr. Peggotty.

's iſt über die Maßen freundlich, verſetzte Ham.

Emilchen, meine Liebe, rief Mr. Peggotty.Guck mal her. Hier iſt Musje Davchen gekommen! Was, immer friſch und munter, mein Lämmchen! Haſt Du denn kein Wort für Musje Davchen?

Es überlief ſte ein Zittern, welches ich jetzt noch ſehe. Die Kälte ihrer Hand, als ich ſie berührte, kann ich noch jetzt fühlen. Das einzige Zeichen von Leben