Teil eines Werkes 
5. Theil (1850)
Entstehung
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David Kopperfield. 133

ken. Sie weiß, um was es ſich dabei für uns wirk⸗ lich handelt, und hat hinſichtlich unſerer nicht mehr Schreck oder Verdacht, als ob wir Lämmer wären. Minnie und Joram ſind eben nach dem Hauſe hinunter gegan⸗ gen(ſie iſt nämlich dort, um ihrer Muhme ein Bischen zu helfen) und wollen ſie fragen, wie's ihm heut Abend gehen thut, und wenn es Ihnen gefiele, zu warten, bis ſte zurückkämen, ſo würden ſie Ihnen alle Einzelnheiten erzählen. Wollen Sie nicht was zu ſich nehmen? Viel⸗ leicht ein Glas Syrup und Waſſer? Ich trinke ſelber Syrup und Waſſer, ſagte Mr. Omer, indem er ſein Glas erhob,weil es die innerlichen Gänge gelinde er⸗ halten ſoll, durch welche jener mein abſcheulicher Athem geht. Aber Sapperlot, ſagte Mr. Omer mit belegter Stimme,es ſind nicht die Gänge, die bei mir nicht in Ordnung ſind! Gieb mir Athem genug, ſag' ich oft zu meiner Tochter Minnie, und ich werde den Durch⸗ gang ſchon finden, meine Liebe.

Er hatte in der That keinen überflüſſigen Athem, und es war ſehr beängſtigend, ihn lachen zu ſehen. Ich lehnte die angebotene Erfriſchung, da ich ſoeben gegeſ⸗ ſen hatte, ab, und indem ich bemerkte, daß ich auf ſeine gütige Einladung warten wolle, bis ſeine Tochter und ſein Schwiegerſohn zurückkämen, fragte ich, was Klein⸗ Emilchen mache.

Hm, junger Herr, ſagte Mr. Omer, indem er, um ſich das Kinn zu reiben, ſeine Pfeife wegthat,will's Ihnen aufrichtig ſagen, ich werde froh ſein, wenn ihre Heirath ſtattgefunden hat.

Wie ſo? fragte ich.

Nun, ſie iſt jetzt nicht ſo recht gehörig auf dem Zeuge, antwortete Mr. Omer.Nicht, daß ſie etwa nicht ſo hübſch wäre, wie immer; denn ſie iſt hübſcher