132 David Kopperfield.
Mr. Omer und ich nickten uns gegenſeitig zu, und Mr. Omer verſorgte ſich mit Hülfe ſeiner Pfeife mit Athem.
*„'s iſt eines von den Dingen, welche das Geſchäft von Aufmerkſamkeiten abhält, die man oft zu zeigen wünſcht,“ ſagte Mr. Omer.„Da nehmen Sie'mal mich an. Ich habe Barkis nun an die vierzig Jahre gekannt; aber ich kann nicht gehen und fragen:„Wie geht's ihm?“
Ich fühlte, daß dies Mr. Omer ſehr hart ankom⸗ men müſſe, und ſagte ihm dies.
„Ich bin, hoff' ich, nicht ſelbſtſüchtiger als andere Leute,“ fuhr Mr. Omer fort.„Sehen Sie mich doch an! Mir kann in jedem Augenblicke der Athem aus⸗ gehen, und meines Wiſſens iſt's nicht wahrſcheinlich, daß ich unter ſolchen Umſtänden ſehr ſelbſtſüchtig wäre. Ich ſage,'s iſt dies nicht wahrſcheinlich bei einem Manne, welcher weiß, daß ihm der Athem bald ausgehen wird, wenn er ihm ſchon ſo geht, wie wenn ein paar Blaſe⸗ bälge aufgeſchnitten ſind, und dieſer Mann ein Groß⸗ vater iſt,“ ſagte Mr. Omer.
Ich ſagte:„Durchaus nicht wahrſcheinlich.“
„'s iſt nicht, daß ich über mein Geſchäſt klagen thäte,“ meinte Mr. Omer.„Nein, das iſt's nicht. Ohne Zweifel hat jeder Beruf ſeine guten und ſeine ſchlechten Seiten. Was ich wünſche, iſt, daß Leute aufkämen, welche mehr Seelenſtärke hätten.“
Mr. Omer paffte mehrmals mit einem ſehr wohl⸗ gefälligen und liebenswürdigen Geſichte ſchweigend aus ſeiner Pfeife, und dann nahm er ſeine vorige Rede wie⸗ der auf und ſagte:
„Folglich müſſen wir, wenn wir uns verſichern wol⸗ len, wie's mit Barkis geht, uns auf Emilie beſchrän⸗


