Teil eines Werkes 
4. Theil (1850)
Entstehung
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158 David Kopperfield. Schmäuschen wie dieſes eine Woche darauf zu geben ge⸗ dächte, und nahm in meiner Tollheit aus Graingers Doſe eine ſo kräftige Priſe, daß ich gezwungen war, in's Speiſe⸗ kämmerchen zu gehen und mich zehn Minuten hinterein⸗ ander insgeheim auszunieſen.

Und weiter ging's, indem ich ſchneller und noch ſchneller Wein trank und fortwährend mit dem Korkzieher auf⸗ ſprang, um mehr Flaſchen zu öffnen, lange bevor wir mehr Wein bedurften. Ich brachte Steerforths Geſund⸗ heit aus. Ich ſagte, daß er mein theuerſter Freund, der Beſchützer meiner Knabenjahre und der Genoſſe meiner Jünglingszeit wäre. Ich ſagte, daß ich glücklich wäre, ſeine Geſundheit ausbringen zu können. Ich ſagte, ich ſchulde ihm mehr Verpflichtungen, als daß ich ſie je ab⸗ tragen könne, und widme ihm eine größere Bewunderung, als daß ich ſie auszudrücken vermöchte. Ich ſchloß meine Rede, indem ich ſagte:Steerforth ſollleben! Hurrah hoch! Wir brachten drei mal drei Hochs auf ihn aus und dann noch eins und noch ein recht herzhaftes zum guten Ende. Ich zerbrach mein Glas, indem ich um den Tiſch herum ging, um ihm die Hand zu ſchütteln und ſagte(in zwei Worten): Steerforth DubiſtderLeitſternmeines Da ſeins!

Und immer weiter ging's, indem ich plötzlich entdeckte, daß Jemand mitten in einem Liede begriffen war. Markham war der Sänger und er trällerte:Wenn das Herz eines Mannes von Sorge bedrückt. Er ſagte, als er's geſun⸗ gen, er wolle nun ein Hoch aufdie Weiber! ausbrin⸗ gen. Ich legte dagegen Einſprache ein und bedeutete ihm, daß ich das nicht erlauben könne. Ich ſagte, dies ſei keine anſtändige Art, dieſen Toaſt auszubringen und ich würde nimmer geſtatten, daß in meinem Hauſe dieſes Hoch in andern Worten alsAuf die Damen! getrunken werde.