Teil eines Werkes 
4. Theil (1850)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

156 David Kopperſield.

aufgefahren erblickte, ſahen ſie ſo zahlreich aus(obwohl zwei fehlten, was Mrs. Crupp ſehr verdrießlich war), daß ich vor ihnen in der innerſten Seele erſchrack.

Einer von Steerforths Freunden hieß Grainger, und der andere Markham. Sie waren beide ſehr luſtige und lebhafte Geſellen; Grainger etwas älter als Steerforth, Markham, noch recht jugendlich ausſehend, wie ich ſagen möchte, nicht älter als zwanzig. Ich beobachtete, daß der Letztere ſtets und unabläſſig von ſich ſelbſt alsman oderein Mann ſprach, ſelten aber oder nie in der erſten Perſon singularis.

Man könnte ſich hier recht gemüthlich befinden, Herr Kopperfield, ſagte Markham mit welchemman er ſich ſelbſt meinte.

's iſt keine üble Lage, verſetzte ich,und die Stu⸗ ben ſind wirklich recht bequem.

Ich hoffe, Ihr habt beide Appetit mitgebracht, ſagte Steerforth.

Auf Ehre, erwiederte Markham,man ſcheint in der Stadtluft einen ſchärferen Appetit zu kriegen. Man iſt den ganzen lieben Tag lang hungrig. Man ißt in einem weg.

Indem ich zuerſt ein wenig verlegen war, und mich viel zu jung fühlte, um den Vorſitz zu führen, nöthigte ich Steerforth, als das Eſſen angekündigt wurde, den oberſten Platz am Tiſche einzunehmen und ſetzte mich auf den Stuhl ihm gegenüber. Alles war ſehr gut, wir ſchonten des Weins nicht, und Steerforth ſorgte in glänzender Weiſe, daß die Geſchichte gut verlief, ſo daß in unſerer Feſtlichkeit keine Unterbrechung eintrat. Ich war während des Eſſens kein ganz ſo guter Geſellſchafter, als ich zu ſein hätte wünſchen können; denn mein Stuhl war