David Kopperfield. 153
Das war mir eine herrliche Nachricht. Ich ſagte ihm, wenn er darauf warte, könnte er bis auf den Sankt Nimmerstag warten.
„Aber Du ſollſt ein Frühſtück haben,“ ſagte ich mit der Hand am Klingelzug,„und Mrs. Crupp ſoll Dir eine Taſſe friſchen Kaffee machen, und ich werde Dir in dem zu meiner Junggeſellenwirthſchaft gehörigen Kachelofen hier etwas Schinken dazu braten.“
„Nein, nein!“ verſetzte Steerforth.„Klingle nicht! Ich kann nicht! Ich bin im Begriff, mit einem jener Burſchen zu frühſtücken, welcher im Piazza Hotel in Covent⸗ garden auf mich wartet.“
„Aber Du wirſt zum Eſſen hierher zurückkommen?“ fragte ich.
„Ich kann meiner Seel' nicht. Nichts würde mir lieber ſein, aber ich muß mit dieſen beiden Burſchen zu⸗ ſammenbleiben. Wir wollen alle Drei zuſammen morgen früh fort.“
„Nun, dann bringe ſie her zum Eſſen,“ entgegnete ich.„Glaubſt Du, daß ſie kommen werden?“
„O, ſie würden ſich willig genug einſtellen,“ ſagte Steerforth.„Aber wir möchten Dir Unbequemlichkeit machen. Du thäteſt beſſer, mit uns zu ſpeiſen.“
Ich wollte mich damit durchaus nicht zufrieden geben; denn es fiel mir ein, daß ich wirklich einen kleinen Ein⸗ zugsſchmauß zu veranſtalten verpflichtet wäre, und daß dazu keine beſſere Gelegenheit kommen könnte. Ich hatte einen neuen Grund, auf meine Zimmer ſtolz zu ſein, nachdem er ſie hübſch gefunden, und brannte vor Ver⸗ langen, alles was ſie zu leiſten vermöchten, an den Tag zu legen. Ich gewann ihm daher das beſtimmte Ver⸗ ſprechen im Namen ſeiner beiden Freunde ab, ſich ein⸗


