Teil eines Werkes 
4. Theil (1850)
Entstehung
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148 David Kopperfield.

Gedanken an die Möglichkeit zu faſſen wagte, daß ich be⸗ ſtimmt ſein ſollte, in ſolch einer nobeln Wohnung zu leben. Nach einem kurzen, etwas hartnäckigen Kampfe kehrten ſte zurück, und ich ſah zu meiner Freude in den Zügen meiner Tante wie in denen Mrs. Crupps, daß die Sache abge⸗ macht ſei.

Iſt dies das Möblement des letzten Stubeninhabers? erkundigte ſich meine Tante.

Ja wohl, Madam, ſagte Mrs. Crupp.

Was iſt aus ihm geworden? fragte meine Tante.

Mrs. Crupp war voon einem böſen Huſten geplagt, mit dem ſie ſich ſchwer deutlich auszuſprechen vermochte. Er wurde hier von einer Krankheit befallen und uff, uff, uff! und ſtarb.

Ei gar! An was ſtarb er? fragte meine Tante.

J nun, Madam, unter uns geſagt, er ſtarb an zu vielem Trinken, ſagte Mrs. Crupp,und vom Rauchen.

So? vom Rauche? Sie meinen doch nicht vom Kaminrauche? fragte meine Tante.

Nein, Madam, entgegnete Mrs. Crupp.Cigarren und Pfeifen.

Das ſteckt auf keinen Fall an, Trot, bemerkte meine Tante, zu mir gewendet.

Nein, gewiß nicht, ſagte ich.

Kurz, meine Tante, welche ſah, wie begeiſtert ich von dem Gelaß war, nahm die Wohnung auf einen Monat und erlaubte mir, zwölf Monate drinnen zu bleiben, wenn dieſe Zeit um ſei. Mrs. Crupp ſollte für Tiſch⸗ und Bettwäſche ſorgen und für mich kochen; alles ſonſt Nöthige war bereits beſorgt, und der Mrs. Crupp wurde ganz