Teil eines Werkes 
4. Theil (1850)
Entstehung
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140 David Kopperfield.

große Menge Bündel Schriftſtücke, von denen einige auf dem Rücken mit Allegationen, einige, zu meiner Verwun⸗ derung, als Libelle(worunter ich mir Schmähſchriften vorſtellte) überſchrieben waren, einige ins Conſiſtorial⸗ Gericht, andere vor den geiſtlichen Gerichtshof, andere vor das Verlaſſenſchaftsgericht und noch andere ins Ad⸗ miralitäts⸗Gericht, und einige in den Delegatenhof ge⸗ hörten. Dieſelben gaben mir Gelegenheit, mich ſattſam zu verwundern, wie viel Gerichtshöfe es wohl überhaupt geben möchte, und wie viel Zeit ich wohl brauchen werde, um ſie alle kennen zu lernen. Außer dieſen Fascikeln wa⸗ ren dort noch verſchiedene ungeheure Manuſcriptbücher voll Akten, eidlich bekräftigt, feſt gebunden und in mäch⸗ tige Reihen zuſammengeknüpft, für jeden Proceß eine Reihe Hefte, als ob jeder Proceß eine Geſchichte in zehn oder zwanzig Bänden ſei. Alles dies ſah meines Bedün⸗ kens aus, als ob es viel Geld koſte, und gab mir eine angenehme Vorſtellung von dem Geſchäfte eines Proctors. Ich ließ meine Augen eben mit wachſendem Wohlgefallen über dieſe und andere Dinge ſchweifen, als ſich in dem Zimmer draußen haſtige Schritte hören ließen und Mr. Spenlow in einem ſchwarzen mit weißem Pelz verbräm⸗ ten Gewande herbeigeeilt kam und im Eintreten ſeinen Hut abnahm.

Er war ein kleiner Herr mit lichten Haaren, mit un⸗ tadelig blank gewichſten Stiefeln und den ſteifſten aller weißen Halsbinden und Vatermörder. Er war bis ans Kinn zugeknöpft, ganz glatt und eng anliegend, und mußte mit ſeinem Backenbarte, welcher ſorglich gelockt war, große Mühe gehabt haben. Seine goldne Uhrkette war ſo maſſie, daß mir die Schnurre durch den Kopf fuhr, er müßte, um ſie herausziehen zu können, eigentlich