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David Kopperfield. 139
bis ſie endlich ihre Faſſung wiedergewonnen hatte, wo ſie mir ſagte, ſie habe ſich ganz wieder gefunden, ſo daß wir ausſteigen könnten. Als ſte mir ihre Börſe gab, um den Kutſcher zu bezahlen, fand ich, daß alle Guineen verſchwunden und nur das kleinere Silbergeld darin ge— blieben war.
Nach Doctors Commons gelangte man durch einen kleinen niedrigen Bogengang. Ehe wir über denſelben hinaus viele Schritte gegangen waren, ſchien das Ge⸗ räuſch der Stadt wie durch Zauber in eine Entfernung hinwegzuſchmelzen, in der es leiſer klang. Einige düſtere Höfe und enge Gäßchen brachten uns nach der vom Him⸗ mel mit Licht verſehenen Expedition von Spenlow und Jorkins. Im Vorhofe dieſes Tempels, der den Pilgrim⸗ men ohne die Ceremonie des Anklopfens den Zutritt ge⸗ währte, waren drei oder vier Schreiber als Copiſten an der Arbeit. Der Eine von ihnen, ein kleiner dürrer Mann, der für ſich allein ſaß and eine ſteife braune Pe⸗ rücke trug, die ausſah, als ob ſie von Pfefferkuchen ge⸗ macht wäre, ſtand auf, um meine Tante zu empfangen und uns in Mr. Spenlows Zimmer zu führen.
„Herr Spenlow iſt im Gerichte, Madame,“ ſagte der dürre Mann,„es iſt eine Sitzung des geiſtlichen Gerichts; aber's iſt gleich hier in der Nähe, und ich will ſogleich nach ihm ſenden.“
Da wir, während Mr. Spenlow geholt wurde, Gele⸗ legenheit uns umzuſehen hatten, machte ich mir das zu Nutze. Die Geräthſchaften des Zimmers waren altmo⸗ diſch und ſtaubig, und das grüne Wollenzeuch, mit welchem die Platte des Schreibtiſches beſetzt war, hatte alle ſeine Farbe verloren und ſah verbleicht und vergilbt aus, wie ein alter Bettelmann. Auf demſelben befanden ſich eine


