Teil eines Werkes 
4. Theil (1850)
Entstehung
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138 David Kopperfield.

Ich bin bei vollem Verſtande, erwiederte fie,und ich ſage Dir, ich muß. Hol' mir'ne Kutſche!

Wie verwundert ich auch ſein mochte, ſo war ich mir doch bewußt, daß ich einem ſolchen peremptoriſchen Be⸗ fehle mich zu widerſetzen kein Recht hatte. Ich eilte des⸗ halb fort und rief einen Miethkutſcher, der eben leer vor⸗ überfuhr. Beinahe ehe ich noch den Wagentritt herunter⸗ laſſen konnte, ſprang meine Tante, ich weiß nicht wie, hinein, und der Menſch folgte ihr. Sie winkte mir mit der Hand wegzugehen, und zwar mit ſo ernſtem Geſichte, daß, ſo völlig verſtört ich auch war, ich mich doch ſogleich von ihnen abkehrte. In dieſer Stellung hörte ich ſie zu dem Kutſcher ſagen:Fahren Sie, wohin Sie wollen! Fahren Sie geradaus! und ſogleich fuhr der Wagen an mir vorüber die Höhe hinauf.

Was mir Mr. Dick erzählt hatte, ich aber für eine Täuſchung gehalten hatte, mit der er ſich ſelbſt betrogen, fiel mir jetzt ein. Ich konnte nicht zweifeln, daß dieſe Perſon dieſelbe ſei, die er in ſo geheimnißvoller Weiſe erwähnt hatte, obwohl ich mir, welches die Natur ſeines Anrechts auf die Beachtung meiner Tante möglicher Weiſe ſein könnte, durchaus nicht deutlich vorzuſtellen vermochte. Nachdem ich eine halbe Stunde auf dem Kirchhofe ge⸗ wartet, ſah ich die Kutſche zurückkommen. Der Wagen⸗ führer hielt neben mir, und meine Tante ſaß allein drin. S ie hatte ſich von ihrer Aufregung noch nicht hin⸗ reichend erholt, um auf den Beſuch, den wir zu machen im Begriff ſtanden, völlig vorbereitet zu ſein. Sie bat mich, in den Wagen zu ſteigen und dem Kutſcher zu ſa⸗ gen, er ſolle ein Weilchen langſam auf⸗ und abfahren. Sie ſagte nichts weiter, als:Mein liebes Kind, niemals frage mich, was es war, und nie komme darauf zurück,