Teil eines Werkes 
4. Theil (1850)
Entstehung
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18 David Kopperfield.

ſtanden habe, daß ich zu dem Entſchluſſe gelangt bin, ihn, komme, was da wolle, zu verlaſſen, mit Urlaub wegen Krankheit, wenn ich kann, oder mit völliger Verzichtlei⸗ ſtung, wofern ſich das nicht durchſetzen läßt. Was ich ge⸗ litten habe und noch leide, iſt nicht zu ertragen. Und wäre nicht der willige Gehorſam dieſes beſten aller Jun⸗ gen ſo wohlthuend, ſagte Mrs. Markleham, indem ſie dem Doctor wie vorher ihre Gefühle zutelegraphirte und den Brief wieder zuſammenfaltete,ſo würde auch ich den Gedanken an ſein Leiden nicht zu ertragen im Stande ſein.

Mr. Wickfield ſagte kein Wort, obſchon die alte Dame ihn anſah, als ob ſie von ihm einen Commentar zu dieſer Nachricht erwartete; ſondern ſaß ernſt und ſchweigſam da und heftete die Augen auf den Boden. Lange noch, nachdem dieſer Gegenſtand aufgegeben war, und andere Themata uns beſchäftigten, verblieb er ſo, indem er ſelten und nur zu dem Zwecke ſeine Augen zu einem Blicke er⸗ hob, um ſie gedankenvoll auf den Doctor oder ſeine Gat⸗ tin oder beide zu heften.

Der Doctor war ein großer Freund von Muſik. Agnes ſang mit großem Zartgefühl und viel Ausdruck, ebenſo Mrs. Strong. Sie ſangen zuſammen und ſpielten Duetts zuſammen, und wir hatten ein vollſtändiges kleines Con⸗ cert. Indeß beobachtete ich zwei Dinge: erſtens daß, ob⸗ wohl ſie bald ihre Faſſung wieder erlangte und ganz die Alte war, dennoch eine Scheidewand zwiſchen ihr und Mr. Wickfield war, welche beide vollſtändig von einander getrennt hielt; und zweitens, daß Mr. Wickfield an dem freundſchaftlichen Verhältniß zwiſchen ihr und Agnes kei⸗ nen Gefallen zu finden und daſſelbe mit Unruhe zu beob⸗ achten ſchien. Und jetzt, muß ich bekennen, begann mir